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07.03.2013

11:02 Uhr

Rekordgewinn

Continental verdient historisch viel

Continental-Chef Degenhart ist selbst überrascht. Der Autozulieferer hat 2012 trotz der Krise in Europa einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Zudem hat Conti seinen Schuldenberg fast abgetragen.

Schriftzug des Reifenherstellers Continenal. Der Autozulieferer hat einen Rekordgewinn eingefahren. dpa

Schriftzug des Reifenherstellers Continenal. Der Autozulieferer hat einen Rekordgewinn eingefahren.

Frankfurt/HannoverDer Autozulieferer Continental hat 2012 trotz der Absatzkrise in Europa einen Rekordgewinn eingefahren und einen großen Teil seines Schuldenbergs abgetragen. Unter dem Strich notierte der Dax-Rückkehrer den Bestwert von 1,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag zur Jahresbilanz in Frankfurt am Main mitteilte.

Vor allem Contis Reifensparte sorgte im laufenden Geschäft für Verbesserungen. Die Nettoverschuldung sank um gut 20 Prozent von knapp 6,8 Milliarden Euro auf rund 5,3 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern sein Ziel merklich, 2012 unter die Marke von 6,5 Milliarden Euro zu kommen.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Conti-Chef Elmar Degenhart teilte mit: „Wir selbst hätten vor einem Jahr angesichts einer unübersichtlichen Marktlage nicht vorherzusagen gewagt, dass wir Ihnen heute diese beeindruckende Liste vorlegen können.“ Für das laufende Jahr warnte er aber vor zu viel Euphorie. Vielmehr zeichne sich ein schwieriges Umfeld ab: „Der Start in das Jahr 2013 gestaltet sich wie erwartet schwierig.“ So sei für das erste Quartal bereits abzusehen, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um „1 bis 3 Prozent“ zurückgehen dürfte. Besonders von der zweiten Jahreshälfte erhoffe sich Conti aber, dass die Pkw-Produktion und auch das Reifengeschäft wieder anziehe. Auf Sicht für das Gesamtjahr soll der Umsatz daher um 5 Prozent zulegen.

Die Rekorde aus dem vergangenen Jahr dürften die Aktionäre freuen: Pro Aktie will Conti diesmal 2,25 Euro Dividende zahlen - das sind 50 Prozent Plus zum Vorjahr. Ende 2012 zählte der Dax-Rückkehrer 169 639 Mitarbeiter. Das waren rund 6000 Beschäftigte mehr als Ende 2011.

Von

dpa

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