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06.01.2015

20:21 Uhr

Rekordjahr 2014

Airbus stellt offenbar Auslieferungsrekord auf

Im vergangenen Jahr hat der Flugzeugbauer Airbus offenbar so viele Flugzeuge ausgeliefert wie noch nie. Den US-Konkurrenten Boeing konnte das Unternehmen trotzdem nicht überholen. Das wiederum soll der A350 besorgen.

2014 war offenbar eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre des Flugzeugbauers Airbus. dpa

2014 war offenbar eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre des Flugzeugbauers Airbus.

ParisAirbus hat 2014 nach Informationen eines Insiders so viele Flugzeuge ausgeliefert wie noch nie. Der europäische Flugzeugbauer habe den 2013 erzielten Rekord von 626 Auslieferungen im vergangenen Jahr übertroffen, sagte eine mit dem Zahlenwerk vertraute Person am Dienstag.

Allerdings dürfte Airbus damit weniger Maschinen an den Kunden gebracht haben als der Konkurrent Boeing. Der US-Flugzeugbauer hat im abgelaufenen Jahr Rekorde bei Bestellungen und Auslieferungen seiner Flugzeuge aufgestellt. Unter dem Strich holte Boeing Aufträge für 1432 Verkehrsflugzeuge herein und damit so viele wie nie zuvor, wie der Airbus-Rivale aus den USA am Dienstag in Seattle mitteilte. Stornierungen sind dabei bereits herausgerechnet. Im gleichen Zeitraum lieferte das Unternehmen 723 neue Maschinen an die Kunden aus - zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Von dem jüngsten Langstreckenmodell 787 „Dreamliner“ verließen mit 114 Exemplare die Werkshallen - vier mehr als vom Management angepeilt.

Boeing hat seine Flugzeug-Produktion seit dem Produktionsstart des „Dreamliners“ deutlich ausgeweitet. Für 2014 hatte sich der Vorstand 715 bis 725 Auslieferungen zum Ziel gesetzt. Rivale Airbus wollte seine Auslieferungen unterdessen auf dem Niveau von 2013 halten, als 626 Airbus-Jets die Werkshallen verlassen hatten. Von Januar bis November 2014 hat Airbus netto bereits Bestellungen für 1031 Verkehrsmaschinen hereingeholt. Seine Auslieferungs- und Auftragsbilanz will der europäische Flugzeugbauer am 13. Januar veröffentlichen.

2013 lieferte Boeing bereits 648 Maschinen aus. Damit bliebe Airbus im traditionellen Kopf-an-Kopf-Rennen das dritte Jahr in Folge hinter dem US-Erzrivalen zurück. Ein Airbus-Sprecher wollte sich vor der Jahrespressekonferenz am 13. Januar nicht dazu äußern.

Das sind die besten Airbus-Kunden

Platz 10 – Emirates

Die Bestellung von Emirates ließ zum Ende des Jahres das Herz der Airbus-Verantwortlichen schneller schlagen. Denn die Araber orderten 50 Stück des Riesenfliegers A380, der im ganzen Jahr noch nicht verkauft worden war.

Rangliste nach Anzahl der bestellten Maschinen 2013, Quelle: Airbus

Platz 9 – Viva-Aerobus

Bei der mexikanischen Billig-Airline hat Airbus Konkurrent Boeing ausgestochen. Das Unternehmen will bis 2016 ihre komplette Boeing-Flotte gegen europäische Jets austauschen. Im Oktober bestellte Viva-Aerobus daher 40 Stück des A320neo und ein Dutzend herkömmliche A320 bei Airbus.

Platz 8 – Vueling

Der Billigflieger bereitet der British Airways- und Iberia-Mutter IAG viel Freude. Das Geschäft läuft gut, darauf lassen nicht zuletzt die Bestellungen schließen. 62 Mittelstreckenflieger A320 orderte IAG für Vueling, die sich ungefähr zur Hälfte auf Jets der herkömmlichen und der neuen Neo-Bauart aufteilen.

Platz 7 – ILFC

Das Flugzeug-Leasing-Unternehmen ILFC findet sich ebenfalls in der Top Ten der besten Airbus-Kunden. Die US-Gesellschaft aus Kalifornien bestellte bei den Europäern im Jahr 2013 50 Stück des Mittelstreckenjets A320neo und 15 A321.

Platz 5 – Turkish Airlines

Turkish Airlines erteilte den größten Auftrag seiner Geschichte – an Airbus. Insgesamt orderte die Gesellschaft 87 Flugzeuge: 53 Maschinen des A321neo, 25 herkömmliche A321, vier A320neo und fünf A330-300.

Platz 5 – Etihad

Die Golf-Airlines bestellten 2013 was das Zeug hält. Bei Airbus orderte Etihad insgesamt 87 Maschinen. Von den Mittelstreckenjets bestellten die Araber 26 Stück des A321neo und zehn A320neo. Mit 50 Maschinen des neuen A350 XWB will Etihad demnächst die Langstrecke bedienen. Dazu orderte die Fluggesellschaft eine A330-200F.

Platz 4 – Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa teilte die größte Bestellung ihrer Unternehmensgeschichte auf und bestellte Flugzeuge bei Airbus und Boeing. Der europäische Luftfahrtkonzern konnte sich über die Order von 25 Langstreckenjets des Typs A350-900 freuen, die ab 2014 ältere A340-300 ablösen sollen. Zuvor hatte die Lufthansa bereits 100 Mittelstreckenflieger bestellt – 30 herkömmliche A320, 35 A320neo und 35 A321neo.

Platz 3 – American Airlines

Im Dezember 2013 schlossen sich American Airlines und US Airways nach langem hin und her zur neuen American Airlines zusammen. Anfang des Jahres hatte die alte American schon neue Airbus-Maschinen bestellt. 130 Mittelstreckenjets A321 sollen die fusionierte Fluggesellschaft in eine bessere Zukunft fliegen.

Platz 2 – Easyjet

Der Billigflieger rüstet auf: Easyjet orderte bei Airbus 144 Flugzeuge. Ausschließlich der Mittelstreckenjet A320 steht auf der Bestellliste. Mit den Maschinen verschiedener Baureihen will Easyjet Platzhirsch Ryanair weiterhin Druck machen.

Platz 1 – Lion Air

Mit der indonesischen Fluggesellschaft konnte Airbus im Jahr 2013 einen neuen Kunden hinzugewinnen. Und Lion Air schlug gleich richtig kräftig zu. Dir Airline bestellte insgesamt 234 Maschinen: 60 Stück des herkömmlichen Airbus A320, 109 A320neo und 65 Maschinen des A321neo. Lion Air wurde erst im Jahr 2000 gegründet und bedient insbesondere Ziele innerhalb der Insel-Nation Indonesien.

Auch bei den Bestellungen rechnet Airbus dem Insider zufolge damit, dass 2014 eines der besten Jahre für das Unternehmen gewesen sein dürfte. 2013 erhielten die Europäer netto – also nach Abzug der Stornierungen – 1503 Bestellungen.

Airbus setzt in den nächsten Jahren auf den Hoffnungsträger A350. Der Flugzeugbauer lieferte den ersten A350 im Dezember aus. Er soll 2019 die Gewinnschwelle erreichen. Ab dann soll der Passagierjet, der vor allem für Langstrecken eingesetzt wird, eine der größten Einnahmequellen des europäischen Konzerns sein.

Die Entwicklung des A350 hat etwa elf Milliarden Euro verschlungen. Die spritsparende Maschine soll dem 787 „Dreamliner“ von Boeing Konkurrenz machen. Boeing bezifferte die Nettoaufträge auf 1432 Maschinen. Zu Listenpreisen sind sie damit 232,7 Milliarden Dollar wert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

07.01.2015, 08:26 Uhr

Airbus stellt offenbar Auslieferungsrekord auf

Den US-Konkurrenten Boeing konnte das Unternehmen trotzdem nicht überholen.

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Die USA und der US-Arbeitsmarkt profitiert doppelt.

Zuerst stellt Boeing für sich selber für

die etwa zwei kommende Jahren mit volle Auftragsbücher

Ihre Arbeitsplätze sicher...

UND DANN ist noch da ein europäisches AIRBUS...

dass Neue Werke in dem USA baut anstatt weitere in Europa...

und somit weitere Arbeitsplätze in dem USA anstatt in Europa

ermöglicht.

Also echte Patrioten sind doch eher die Amerikaner...

oder die Amerikaner haben mehr Charakter ?


Dabei sind in Europa 40 Millionen Menschen Arbeitslos.

Danke Airbus.













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