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11.08.2011

08:58 Uhr

Rekordquartal

Lanxess erhöht seine Gewinnprognose

Der Chemiekonzern profitiert vom Boom der Autoindustrie und verdient prächtig. Für das Gesamtjahr setzt sich das Management nun ehrgeizige Ziele.

Spatenstich für ein neues Lanxess-Werk in Bitterfeld-Wolfen. Quelle: dpa

Spatenstich für ein neues Lanxess-Werk in Bitterfeld-Wolfen.

LeverkusenDer Chemiekonzern Lanxess hat den Schwung vom Jahresstart dank starker Geschäfte in den Schwellenländern und Preisanhebungen beibehalten. Nach einem unerwartet kräftigen Gewinnschub im zweiten Quartal erhöhte der Konzern am Donnerstag sogar sein Ergebnisziel für das Gesamtjahr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sei binnen Jahresfrist 26 Prozent auf 339 Millionen Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Leverkusen mit. Analysten hatten lediglich mit einem bereinigten operativen Gewinn von 320 Millionen Euro gerechnet. „Die Nachfrage nach unseren Produkten ist weiterhin stark und unsere Produktionsanlagen sind sehr gut ausgelastet“, erklärte Lanxess-Chef Axel Heitmann.

Nach dem Rekordquartal erwartet Lanxess im Gesamtjahr nun einen Anstieg des bereinigten operativen Gewinns von rund 20 Prozent zum Vorjahreswert von 918 Millionen Euro. Bisher sollten es zehn bis 15 Prozent sein. Der Konzern machte aber auch Potenzial für Rückschläge aus. So bestehe die Gefahr einer weiteren Dollar-Abschwächung, auch die hohe Staatsverschuldung einzelner Länder in Europa und der USA führte Lanxess an.

Unter dem Strich blieb für die Monate April bis Juni ein Überschuss von 181 Millionen Euro - ein Sprung von 38 Prozent binnen Jahresfrist. Lanxess konnte in allen Sparten die zum Teil deutlich gestiegenen Rohstoffkosten an Kunden weiterreichen. Auch die jüngsten Zukäufe schoben das Geschäft an. Der Konzern setzte im zweiten Quartal 2,2 Milliarden Euro um, 23 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die bereinigte operative Rendite (Ebitda-Marge) verbesserte sich auf 15,1 Prozent nach 14,7 Prozent vor Jahresfrist.

Mit seinen Quartalsbericht stach Lanxess unter den deutschen Chemiekonzernen heraus. Der Branchenprimus BASF hatte Ende Juli lediglich seine Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt und im zweiten Quartal seinen Betriebsgewinn nur geringfügig steigern können. Bei Bayer war im Quartal der Absatz in der zuvor von der Konjunktur begünstigten Kunststoffsparte sogar leicht zurückgegangen. Lediglich Evonik konnte im zweiten Jahresviertel mit Rekordwerten beim operativen Gewinn trumpfen. Zuletzt hatte es in der Branche Befürchtungen gegeben, nach einem starken Jahresauftakt werde der Chemieaufschwung merklich an Kraft verlieren.

Von

rtr

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