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26.01.2011

10:00 Uhr

Fertigung bei Bosch. Quelle: Bosch

Fertigung bei Bosch.

StuttgartDer Konzern feiert 125. Geburtstag - und will erstmals mehr als 50 Milliarden Euro umsetzen. Bosch-Chef Franz Fehrenbach nannte vor Journalisten das Ziel für das neue Geschäftsjahr. Die Zahl der Beschäftigten solle um 17.000 auf das Rekordniveau von mehr als 300.000 steigen.

Als weiteres Ziel nannte Fehrenbach, die Rendite des Technologiekonzerns zu stabilisieren. Im vergangenen Jahr erreichte Bosch nach vorläufigen Zahlen eine Marge von sieben bis acht Prozent, das würde einem Vorsteuergewinn von vier Milliarden Euro im Jubiläumsjahr entsprechen. 1886 hatte der Technikpionier Robert Bosch mit damals 25 Jahren in Stuttgart seine „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ gegründet.  

Im abgelaufenen Jahr profitierte der weltgrößte konzernunabhängige Automobilzulieferer von der raschen Erholung der Autobranche und vor allem des chinesischen Marktes. Mit einem Umsatz von 47,3 Milliarden Euro gelang nicht nur eine Umsatzsteigerung um 24 Prozent, sondern bereits ein Jahr nach der großen Krise wieder ein Rekordwert. Damit machte der schwäbische Autozulieferer, der auch Industrietechnik und Gebrauchsgüter herstellt, das Krisenjahr 2009 vergessen, als das Unternehmen erstmals nach dem Krieg einen Verlust schrieb.

Vom Erfolg profitieren die Mitarbeiter mit einer Prämie in Höhe eines halben Monatsgehalts. Obendrauf erhält jeder Mitarbeiter eine nach Dienstjahren gestaffelte Jubiläumsprämie in Höhe von durchschnittlich 900 Euro. Dafür lässt der Konzern weltweit 180 Millionen springen. 

Bei der von Daimler-Chef Dieter Zetsche geforderten Prämie für Elektrofahrzeuge lenkte Fehrenbach ein. Bislang lehnte er eine solche Prämie grundsätzlich ab. Gestern sagte er. „Das ist auch eine Frage des Timings“. Man solle bei der Absatzförderung nichts überstürzen. Es gebe bislang kaum Fahrzeuge die gefördert werden könnten - und wenn dann nur ausländische Fabrikate. Schließlich wolle man mit Steuergeldern wohl kaum den Absatz der deutschen Konkurrenz ankurbeln. Auf einen Zeitpunkt, wann eine Elektroprämie sinnvoll sein werde, wollte sich Fehrenbach nicht festlegen. „Das hängt vom technischen Fortschritt ab.“

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