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12.01.2007

09:08 Uhr

Rekordumsatz in 2006

Knorr-Bremse hat China im Fokus

Der Weltmarktführer für LKW- und Zugbremsen, Knorr-Bremse, schließt ein Rekordjahr ab. Mit einem Zuwachs von 14 Prozent stieg der Umsatz auf 3,1 Mrd. Euro. Angaben zum Ergebnis will das Unternehmen Ende März machen. 2005 hatte Knorr-Bremse bei einem Umsatz von 2,7 Mrd. Euro ein operatives Ergebnis von 246 Mill. Euro verbucht.

HB MÜNCHEN. Zwei Drittel des Wachstums seien organisch gewesen, ein Drittel stamme aus Zukäufen, teilte Knorr-Bremse mit. So haben die Münchener 2006 den spanischen Klimaanlagenhersteller Merak und den italienischen Spezialisten für Stromsicherungen Microelettrica Scientifica übernommen. Beide Zukäufe sollen die Position von Knorr-Bremse als Systemzulieferer in der Bahnindustrie festigen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr brummte vor allem das Geschäft mit LKW-Bremsen. Der LKW-Markt in Europa und den USA boomt, doch schon im laufenden Jahr dürfte sich das Geschäft in Nordamerika deutlich abkühlen. Neue Abgasgesetze drücken auf den Absatz der Truckhersteller, auch in Europa dürfte der Höhepunkt des Booms überschritten sein. Auch das Geschäft mit Zugbremsen kühlt sich nach Einschätzung von Knorr-Bremse in den USA ab, während die Münchener das Europageschäft weiterhin als stabil einstufen.

„Die größte Herausforderung für das Geschäftsjahr 2007 liegt aber in China“, heißt es weiter. Nachdem in den vergangenen Jahren erheblich in den Nahverkehr investiert worden sei, rechnet Knorr-Bremse jetzt mit einem massiven Ausbau der Fernverkehrszüge. Bereits jetzt hat Knorr-Bremse neun Standorte in China; mit vier neuen Joint Ventures wollen die Münchener ihr dominierende Marktstellung verteidigen.

Die Zahl der Mitarbeiter wuchs um rund 900 auf nunmehr 13 000. Die höchsten Zuwächse entfallen auf China. Weniger als ein Drittel der Mitarbeiter ist noch in Deutschland beschäftigt.

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