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05.08.2014

10:56 Uhr

Rekordverkäufe

Gewinnsprung für BMW dank großer Schlitten

Dieses Quartalsergebnis überrascht die Analysten: BMW steigert den Nettogewinn um mehr als ein Viertel. Besonders gut verkauften sich große Autos. Im zweiten Halbjahr soll es so weitergehen – doch es gibt hohe Ausgaben.

Automobilexperte Dudenhöffer

BMW schlägt VW – dank Flexibilität

Automobilexperte Dudenhöffer: BMW schlägt VW – dank Flexibilität

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MünchenBMW hält die Konkurrenz weiter auf Abstand: Der Autobauer verbuchte im zweiten Quartal einen Gewinnsprung und erzielte erneut Bestwerte. Die Münchner verkauften mehr Autos als in sonst einem zweiten Quartal, erstmals knackte der Branchenprimus der Oberklasse die Marke von einer Million verkaufter Autos in einem Halbjahr. Unter dem Strich kletterte der Gewinn zwischen April und Juni um stattliche 27 Prozent auf fast 1,8 Milliarden Euro.

„Wir liegen auf Kurs, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen“, sagte Vorstandschef Norbert Reithofer. BMW soll nicht nur erstmals die Marke von zwei Millionen verkauften Neuwagen knacken, sondern auch beim Vorsteuergewinn deutlich zulegen. Im zweiten Halbjahr blieben jedoch die Ausgaben für neue Technologien wie etwa Elektromobilität hoch, hieß es.

Zuletzt profitierten die Münchner von ihrem Modellmix: Sie verkauften vergleichsweise mehr teure und große Autos als kleine und günstigere. So legte etwa die schwere Geländelimousine X5 beim Absatz sogar um fast 50 Prozent zu.

Die Bestseller von BMW

Platz 10

X6 - 36.668 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2013

Das Crossover aus SUV und Coupé wurde 2012 überarbeitet und verfügt serienmäßig über einen Allradantrieb. Bei den Kunden verkaufte sich das Dickschiff im Jahr 2013 um 16 Prozent schlechter.

Platz 9

7er - 56.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Luxuslimousine von BMW konkurriert mit der neuen S-Klasse und dem Audi A8. Im vergangenen Jahr verkaufte sich das Spitzenmodell schlechter. Der Verkäufe sanken um 5,4 Prozent.

Platz 8

Mini Countryman - 101.897 verkaufte Fahrzeuge

Der kleine Crossover der britischen Tochter wird im BMW-Auftrag vom österreichischen Zulieferer Magna Steyr gefertigt. Im Jahr 2013 stagnieren die Verkäufe mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent.

Platz 7

X5 - 107.231 verkaufte Fahrzeuge

Der dritte Generation des SUVs ging erst im vergangenen Jahr an den Start. Die Verkäufe im zweiten Halbjahr sanken trotzdem leicht um 1,2 Prozent.

Platz 6

Mini Hatch - 128.498 verkaufte Fahrzeuge

Der Klassiker ist auch in seiner Neuauflage seit Jahren ein Verkaufsschlager. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Absatz trotzdem um 2,3 Prozent.

Platz 5

X3 - 157.303 verkaufte Fahrzeuge

Es gibt kaum ein Segment im Automarkt, das derart boomt wie die Kompakt-SUVs. Davon sichert sich BMW ein dickes Stück. Im Jahr 2013 steigen die Verkäufe um 5 Prozent, damit macht der kompakte Geländewagen zehn Prozent des BMW-Umsatzes aus.

Platz 4

X1 - 161.353 verkaufte Fahrzeuge

Seit 2012 wird der kleinste SUV von BMW auch in China produziert. Um satte 9,2 Prozent legten die Verkäufe im Gesamtjahr zu.

Platz 3

1er - 213.611 verkaufte Fahrzeuge

Die Kompaktklasse war jahrelang ein Zugpferd des Wachstums. Mittlerweile sinkt der Absatz aber wieder. Im Jahr 2013 gingen die Verkäufe um 5,8 Prozent zurück. 72 Prozent aller verkauften 1er sind Fünftürer.

Platz 2

5er - 366.992 verkaufte Fahrzeuge

Die Mittelklasse bei BMW kommt in drei Varianten daher. Limousine, Touring und Gran Turismo verkauften sich im Jahr 2013 insgesamt um 2,2 Prozent besser.

Platz 1

3er - 500.332 verkaufte Fahrzeuge

Der Bestseller von BMW kommt mittlerweile in fünf Varianten daher. Limousine, Touring, Coupé, Cabrio und Gran Turismo verkaufen sich 30,2 Prozent besser als im Vorjahr. Den Großteil machen Limousine und Touring-Varianten aus.

„Es ist ein Paukenschlag und eine große Marge für die Autos“, kommentierte Analyst Arndt Ellinghorst von ISI Group gegenüber Bloomberg. „Es ist sehr beeindruckend. Die zweite Jahreshälfte wird nicht so stark sein, aber sie werden einen stärkeren Cash-Flow haben, weil sie alle Modelle gut verkaufen.“

Anleger griffen bei BMW zu: Die Aktien des Autobauers legten zeitweise fast vier Prozent zu und gehörten damit zu den stärksten Dax-Werten. Die Automobilmarge habe sich unerwartet deutlich verbessert, lobte LBBW-Analyst Frank Biller. Nach Einschätzung von DZ-Bank-Analyst Michael Punzet erscheint eine Anhebung der Erwartungen für das Gesamtjahr wahrscheinlich. Angesichts der „guten Unternehmens- und insbesondere Margenentwicklung im Bereich Automobile favorisieren wir BMW weiterhin gegenüber Daimler“. Daimler notierten 0,5 Prozent fester.

Kommentare (4)

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Herr Teito Klein

05.08.2014, 09:55 Uhr

Gewinnsprung für BMW dank großer Schlitten
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Neuer BMW X5: Die Verkaufszahlen des SUV sprangen im zweiten Quartal um knapp 50 Prozent nach oben.

Audi und Mercedes sehen nur die Rücklichter.
Aber auch BMW will/muss sparen. Vor allen bei der Forschung und Entwicklung soll das geschehen. Und das ist der falsche Ansatz!

Frau Helga Trauen

05.08.2014, 12:03 Uhr

Eine solch gut verdienende Firma schreit nach Subventionen für ihren Elektromist. Da kann einem nur das große Kotzen kommen!

Frau Pia Paff

05.08.2014, 12:08 Uhr

Da sollten Piech u. Winterkorn bzgl. Rendite bei der Mutter VW mal zu BMW in die Lehre gehen.
Meine Herren ... Größenwahn ist teuer. War schon bei Adolf so.

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