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12.02.2016

12:41 Uhr

Renault

Neue Modelle lassen Gewinn nach oben schnellen

Neue Automodelle haben im vergangenen Jahr bei Renault für gute Geschäfte gesorgt. Der Umsatz stieg um mehr als zehn Prozent, der Gewinn legte sogar um fast 50 Prozent zu. Probleme macht aber der russische Partner.

Neue Modelle haben dem Autobauer im vergangenen Jahr eine deutliche Gewinnsteigerung beschert. Reuters

Renault Espace

Neue Modelle haben dem Autobauer im vergangenen Jahr eine deutliche Gewinnsteigerung beschert.

ParisRenault hat trotz massiver Probleme in Russland seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis sei dank Einsparungen im Einkauf und guter Geschäfte mit dem Partner Nissan um fast 50 Prozent auf 2,82 Milliarden Euro geklettert, teilte der französische Auto-Hersteller am Freitag mit. Neue Modelle wie die Geländewagen Kadjar und Captur haben Renault 2015 einen Rekordabsatz beschert.

Als Klotz am Bein erwies sich einmal mehr die Beteiligung am russischen Lada-Hersteller Avtovaz, an dem Renault 37 Prozent hält. Insgesamt belastete Avtovaz die Franzosen im vergangenen Jahr mit 620 Millionen Euro. Renault geht davon aus, dass damit noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und Geldspritzen nötig werden. „Ich rechne 2016 mit keinen guten Nachrichten aus Russland“, sagte Firmenchef Carlos Ghosn.

2015 fuhr Avtovaz bereits einen Verlust von umgerechnet 817 Millionen Euro ein. Renault führt die Beteiligung nur noch mit einem Wert von 96 Millionen Euro in der Bilanz – im vergangenen Jahr schrieben die Franzosen allein 225 Millionen Euro auf das Geschäft ab. Der Autoabsatz in Russland hat sich seit 2012 halbiert. Für das laufende Jahr erwartet Renault ein Minus von zwölf Prozent.

Rund lief es für Renault indes auf dem Heimatmarkt. Dieser verzeichnete im vergangenen Jahr mit einem Plus bei den Neuzulassungen von fast sieben Prozent das größte Wachstum seit 2009. Der Gesamtumsatz des Peugeot -Konkurrenten schraubte sich um 10,4 Prozent auf 45,3 Milliarden Euro hoch. Rabatte für Auslaufmodelle und Kosten im Zusammenhang mit den europäischen Abgasvorschriften verhinderten einen stärkeren Anstieg. Im laufenden Jahr strebt Ghosn trotz der jüngsten konjunkturellen Schwäche der Schwellenländer ein weiteres Umsatzplus an.

Ghosn dämpfte unterdessen Spekulationen auf baldige Änderungen in der Struktur der Partnerschaft mit Nissan. Diese werde es nicht geben. Ghosn steht beiden Autobauern vor und hatte sich für einen geringeren Einfluss der Regierung in Paris ausgesprochen. Renault ist mit einem Anteil von 43,4 Prozent Hauptaktionär der Japaner. Die Regierung in Paris wiederum ist größter Anteilseigner an dem französischen Konzern.

Von

rtr

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