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18.09.2012

16:05 Uhr

Reportage

Ein vorbildlicher Windpark

VonGeorg Weishaupt

Der Windpark Thornton Bank vor der belgischen Küste könnte als Vorbild für Deutschland taugen - wo der Netzausbau nicht vorankommt.

Die Installation von Windkrafträdern ist kein leichtes Unterfangen. obs

Die Installation von Windkrafträdern ist kein leichtes Unterfangen.

OostendeDie Gischt spritzt hoch. Der Mann mit der coolen Sonnenbrille bekommt eine ordentliche Ladung Meerwasser ab. Sein blau-weiß gestreiftes Hemd färbt sich dunkel und klebt am Körper. "Ist das nicht toll!" ruft Hans Bünting und klatscht in die Hände. Seine Begeisterung gilt nicht nur der rasanten Fahrt des Schnellboots, das vom belgischen Seebad Oostende Kurs aufs offene Meer nimmt.

Der neue Chef von RWE Innogy freut sich nicht weniger, als die ersten Windräder am Horizont auftauchen und dann von Minute zu Minute höher in den Himmel wachsen. "Der Windpark Thornton Bank könnte Vorbild für Deutschland sein", lobt Bünting das große Offshore-Projekt, wo etwa 30 Kilometer vor der belgischen Küste auf einer Fläche von 40 Quadratkilometern 54 Windräder mit einer Leistung von 325 Megawatt entstehen. Sie können 600 000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen.

Für ihn hat das Projekt aus mehreren Gründen Vorbildfunktion. Die gewaltigen Investitionen von 1,3 Milliarden Euro sind über das Konsortium C-Power auf viele Schultern der Partner aus Deutschland, Belgien und Frankreich verteilt. RWE hält daran knapp 27 Prozent. Weitere Partner sind der französische Stromkonzern EDF sowie die belgische Logistikfirma Deme. Und die sonst oft zögernden Banken haben 70 Prozent der Finanzierung gestemmt.

Knapp die Hälfte davon kam allerdings von der Europäischen Investment Bank, EIB. "Diese Rolle kann die Kfw bei deutschen Windparks im Meer übernehmen", glaubt Bünting. Auch das Streitthema Netzanschluss ist in Belgien elegant gelöst. "Hier hatten wir es selbst in der Hand, den Netzanschluss zu bauen." Dafür gibt es einen Zuschuss der belgischen Regierung.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

18.09.2012, 16:38 Uhr

Es geht auf der ganzen Welt. Nur die deutsche Regierungspropaganda redet alles schlecht, was die Gewinne ihrer Auftraggeber des Energiekartells gefährdet!
Wieder wird die Chance auf die technologische Weltmarktführerschaft zugunsten von korrupten Wirtschaftslobbyismus vertan!

Account gelöscht!

18.09.2012, 17:08 Uhr

Wer die aktuellen Entwicklungen auf der Welt beachtet oder die aktuelle Förderung von Photovoltaikstrom in Japan nach Vorbild des EEG sieht, weiß genau, dass die 370.000 Mitarbeiter in D im Bereich der erneuerbarebn Energien erst der Anfang sind.

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