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25.04.2012

06:18 Uhr

Ressourcen schonen

Mit neuer Technik zu besserem Wassermanagement

Neue Technologien erleichtern den verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser, reinigen Abwasser und helfen, Biogas und Dünger zu gewinnen. Wie das geht, zeigen Fraunhofer-Forscher auf der Hannover Messe.

Im Projekt DEUS (Dezentrale urbane Wasserinfrastruktursysteme) betrachten die Fraunhofer-Forscher den Rohstoff Wasser vom Wasserhahn bis zur Kläranlage. FraunhoferFraunhofer/Volker Steger

Im Projekt DEUS (Dezentrale urbane Wasserinfrastruktursysteme) betrachten die Fraunhofer-Forscher den Rohstoff Wasser vom Wasserhahn bis zur Kläranlage.

DüsseldorfWasser ist eine kostbare Ressource: Weltweit haben immer noch fast 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser, etwa 2,6 Milliarden Menschen leben ohne sanitäre Anlagen. Wasser ist aber auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Schon heute verbrauchen Landwirtschaft und Industrie mehr als vier Fünftel des kostbaren Nass. Und der Bedarf steigt weiter.

Hierzulande wird diese wertvolle Ressource allerdings noch viel zu leichtfertig vergeudet. 120 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsche am Tag – nur drei davon trinkt er. Ein Drittel wird allein durch die Toilette gespült.

Fraunhofer-Forscher haben dieser Verschwendung den Kampf angesagt. Auf der kommende Woche beginnenden Hannover-Messe präsentieren sie neue Technologien, die den Trinkwasserverbrauch deutlich reduzieren und Abwasser effektiv reinigen sollen. DEUS (Dezentrale urbane Wasserinfrastruktursysteme) heißt das Projekt, in dem die Fraunhofer-Forscher den Rohstoff Wasser vom Wasserhahn bis zur Kläranlage betrachten.

Die. Fraunhofer-Forscher haben unter anderem eine moderne Anlage zur Aufbereitung von Regenwasser entwickelt. Sie produziert keimfreies Pflegewasser, das den Anforderungen der Trinkwasser-Verordnung entspricht. „Das aufbereitete Wasser kann man zum Duschen, Waschen, für die Toilette und für den Garten nutzen“, erläutert Dieter Bryniok vom Fraunhofer-Institute für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) in Stuttgart.

Eine andere Technik ist die Vakuumkanalisation. Vakuumtoiletten benötigen pro Spülgang nur etwa 0,5 bis 1 Liter. Zum Vergleich: Konventionelle Toiletten verbrauchen zwischen vier bis acht Liter. Außerdem sind die Kosten für Investition und Instandhaltung niedriger als bei konventionellen Abwasserleitungssystemen.

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