Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.01.2012

17:53 Uhr

Restrukturierungspläne

Petroplus zählt auf Sanierungsprofi Rothschild

Europas größter unabhängiger Ölverarbeiter Petroplus holt sich den Sanierungsspezialisten Rothschild ins Haus. Das Beratungsteam soll prüfen welche Restrukturierungsmaßnahmen dem Raffineriebetreiber noch helfen könnten.

Eine Raffinerie des angeschlagenen Betreibers Petroplus. Reuters

Eine Raffinerie des angeschlagenen Betreibers Petroplus.

LondonDer angeschlagene Raffineriebetreiber Petroplus hat den Sanierungsspezialisten Rothschild als Berater engagiert. Ein in Paris arbeitendes Rothschild-Team werde Möglichkeiten prüfen, wie der größte unabhängigen Ölverarbeiter Europas restrukturiert werden könnte, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Mittwoch. Unterdessen hätten auf notleidende Kredite spezialisierte Investoren ein Auge auf Verbindlichkeiten des Unternehmens geworfen, hieß es in Bankenkreisen.

Banken hatten Petroplus am Tag nach Weihnachten eine für Rohölkäufe nötige Kreditlinie von einer Milliarde Dollar gesperrt. Petroplus musste daraufhin drei seiner fünf Raffinerien vorläufig stilllegen. Verhandlungen mit Banken und anderen möglichen Geldgebern zur Wiederherstellung einer Kreditlinie laufen weiter. Bei Petroplus war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Inzwischen gerieten Petroplus-Anleihen verstärkt ins Blickfeld von Anlegern, die auf Verbindlichkeiten spezialisiert sind, deren Rückzahlung in Zweifel steht. Eine mit 6,75 Prozent verzinste und 2014 fällige Petroplus-Anleihe über 600 Millionen Dollar werde zu 45 Prozent ihres Nominalwertes angeboten, hieß es bei einer Bank. Dass Investoren auf mehr als die Hälfte ihrer ursprünglich angelegten Gelder zu verzichten bereit seien, weise auf den Wert hin, den die Firma nach einer möglichen Restrukturierung noch haben könnte, hieß es weiter.

Kredite aus einer früheren Kreditlinie des Konzerns würden auf dem Sekundärmarkt zu 85 Prozent ihres Nominalwertes zum Kauf angeboten, hieß es bei einer anderen Bank. Es sei aber nicht klar, ob tatsächlich Transaktionen stattgefunden hätten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×