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29.10.2013

23:27 Uhr

Rettung von General Motors

Auf die US-Regierung kommt ein Milliardenverlust zu

Den USA drohen im Rettungsversuch von General Motors ein Milliardenverlust. Die US-Regierung hält noch sieben Prozent der GM-Aktien - für einen Gewinn ist der Aktienpreis derzeit aber zu schwach.

Teure Rettungsaktion: General Motors (Archivbild der World Headquarters in Detroit) kostet die US-Regierung laut einer Untersuchung Milliarden. Reuters

Teure Rettungsaktion: General Motors (Archivbild der World Headquarters in Detroit) kostet die US-Regierung laut einer Untersuchung Milliarden.

DetroitDie Rettung des Autobauers General Motors könnte die US-Regierung unter dem Strich knapp zehn Milliarden Dollar kosten. Dies geht aus einem am Dienstag bekanntgewordenen Untersuchungsbericht für den US-Kongress hervor.
Die US-Regierung hatte vor fünf Jahren 49,5 Milliarden Dollar (rund 36 Milliarden Euro) in das Unternehmen gesteckt, um es vor der Pleite zu retten. Die Regierung hielt zwischenzeitlich 61 Prozent der GM-Aktien, hat aber den größten Teil verkauft. Ein für die Abwicklung des Rettungsprogramms zuständiger Sonderermittler stellt in dem Bericht fest, dass 34,5 Milliarden Dollar wieder in der Staatskasse sind.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Nun hält die Regierung noch sieben Prozent der Aktien, insgesamt 101 Millionen Anteile. Um mit einer schwarzen Null aus der Rettungsaktion herauszukommen, müssten diese für 148 Dollar pro Stück verkauft werden. Am Dienstag lag der Preis der Aktie aber nur bei 35,72 Dollar. Am Ende dürfte deshalb ein Verlust von 9,7 Milliarden Dollar stehen, mutmaßt der Bericht.

Die US-Regierung hatte in der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht nur GM, sondern auch Chrysler unterstützt. Damit seien eine Million Jobs gerettet worden, argumentiert sie.

Von

ap

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