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04.03.2013

20:26 Uhr

Reyal Urbis

Insolvenzverfahren für Immobilienriesen eingeleitet

Der spanische Immobilienkonzern Reyal Urbis muss ins Insolvenzverfahren. Ein Madrider Gericht hat dies bereits eingeleitet. Das Unternehmen hat Verbindlichkeiten in Höhe von 4,3 Milliarden Euro.

Für Reyal Urbis wurde nun das Insolvenzverfahren eingeleitet. Reuters

Für Reyal Urbis wurde nun das Insolvenzverfahren eingeleitet.

MadridEin Madrider Gericht hat ein Insolvenzverfahren für Reyal Urbis, einen der größten spanischen Immobilienkonzerne, eingeleitet. Wie das Unternehmen am Montag der Börsenaufsicht CNMV mitteilte, bezifferte der zuständige Richter die Finanzlücke in den Bilanzen des Konzerns auf 1,7 Milliarden Euro. Den Aktiva des Unternehmens von 2,6 Milliarden Euro stünden Verbindlichkeiten von 4,3 Milliarden Euro gegenüber.

Die Insolvenz ist die zweitgrößte in der spanischen Wirtschaftsgeschichte, nach der des Immobilienkonzerns Martinsa-Fadesa, der sich mit den Gläubigern auf eine Rückzahlung seiner Schulden von 7,2 Milliarden Euro in einer Frist von zehn Jahren verständigte. Der Richter setzte die Börsenaufsicht als Insolvenzverwalter ein.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Reyal Urbis verwaltet Wohnungen, Büros, Ladenlokale und unbebaute Flächen in mehr als 20 Städten Spaniens und Portugals und betreibt eine Hotelkette. Zu den Gläubigern gehören die von der Madrider Regierung geschaffene „Bad Bank“ Sareb, verschiedene Großbanken wie Santander oder BBVA sowie das Finanzamt.

Von

dpa

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