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18.09.2013

08:36 Uhr

Rezeptfreie Medikamente

Stada will Umsatz deutlich steigern

Das Geschäft mit patentfreien Medikamenten wird in Deutschland immer schwieriger. Der weltweit fünftgrößte Generika-Hersteller Stada wächst vor allem in Osteuropa – und mit rezeptfreien Mitteln.

Frisch produzierte Pillen im Werk des Pharmakonzerns Stada. Vor allem in Osteuropa, wo die Menschen ihre Medizin aus eigener Tasche bezahlen müssen, lassen sich die rezeptfreien Medikamente verkaufen. dpa

Frisch produzierte Pillen im Werk des Pharmakonzerns Stada. Vor allem in Osteuropa, wo die Menschen ihre Medizin aus eigener Tasche bezahlen müssen, lassen sich die rezeptfreien Medikamente verkaufen.

Bad VilbelDynamisches Wachstum in Osteuropa und der Ausbau des Markengeschäfts sollen beim Pharmahersteller Stada in den kommenden Jahren für Schwung sorgen. Er könne mit der von Analysten genannten Umsatzerwartung von 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2015 sehr gut leben, sagte Stada-Chef Hartmut Retzlaff. Das wäre nach 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2012 eine weitere kräftige Steigerung. Für 2014 hat das Unternehmen nach einem harten Sparprogramm einen Konzerngewinn von 215 Millionen in Aussicht gestellt bei einem Umsatzvolumen von 2,15 Milliarden Euro.

Das Unternehmen aus Bad Vilbel bei Frankfurt setzt vor allem auf den osteuropäischen Markt. Vor allem in Russland, wo viele Patienten ihre Medikamente aus eigener Tasche zahlen müssten, boome das Geschäft, so Retzlaff. „Weder in Russland noch im restlichen Osteuropa sehe ich in den kommenden drei bis vier Jahren ein Ende des Wachstums.“

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Stada hat im ersten Halbjahr seinen Gewinn erhöht. Gute Geschäfte mit Markenprodukten und eine starke Nachfrage aus Osteuropa haben für gute Zahlen gesorgt. Zudem wird für 2013 ein Umsatzwachstum erwartet.

Unter dem Druck der Krankenkassen werde das Geschäft mit Nachahmermedikamenten (Generika) in Deutschland immer schwieriger, warnte Retzlaff. Stada setzt daher verstärkt auf rezeptfreie Markenprodukte wie das Grippemittel Grippostad oder die eigenen Versionen des nicht mehr patentgeschützten Viagra-Wirkstoffs Sildenafil. Positive Beiträge soll auch der kürzlich erworbene britische Pharma-Hersteller Thornton & Ross bringen.

Bad Vilbel sei als Standort und Konzernsitz gesichert, versicherte der Stada-Chef. „Ein Kapazitätszuwachs, etwa im Bereich Entwicklung, wird zukünftig aber eher im europäischen Ausland stattfinden müssen", sagte Retzlaff. Dem Unternehmen würde es nach seiner Auffassung helfen, die Arbeitszeit wie im vergangenen Jahr zeitweise auf 40 Stunden ohne vollen Lohnausgleich erhöht werden könnte.

Von

dpa

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