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30.12.2016

11:39 Uhr

Roboter-Hersteller

Behörden geben grünes Licht für Kuka-Übernahme

Der Roboterhersteller Kuka darf nun vom chinesischen Konzern Midea übernommen werden – zwei US-Behörden haben dem Kauf zugestimmt. Im Vorfeld hatte es Debatten um den Ausverkauf deutscher Technologie nach China gegeben.

Kritiker der Übernahme befürchten den Ausverkauf deutscher Technologie nach China. dpa

Roboterhersteller Kuka

Kritiker der Übernahme befürchten den Ausverkauf deutscher Technologie nach China.

MünchenDer Weg für die bisher größte chinesische Firmenübernahme in Europa ist frei: Die US-Behörden haben dem Kauf des Augsburger Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Hausgerätehersteller Midea nun zugestimmt, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten. Midea-Chef Fang Hongbo kündigte Investitionen in die künftige Tochter an, nannte aber keine Details. Nach Schätzung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (Ernst&Young) beläuft sich das Volumen des Deals auf knapp 4,7 Milliarden US-Dollar.

Kuka stellt Roboter für die Industrieproduktion her, Midea dagegen hat keine Erfahrung in der Automatisierung. Das Unternehmen fertigt bislang Klimaanlagen und Hausgeräte und ist in diesem Sektor nach eigenen Angaben Nummer eins in China. Die Zustimmung der US-Behörden war die letzte Hürde für die Übernahme gewesen. Kuka hatte zuvor als Bedingung sein Flugzeugindustrie-Geschäft in den USA an ein US-Unternehmen verkauft, da die Regierung in Washington ihr Veto gegen einen Verkauf militärisch bedeutsamer Technologie an Chinesen eingelegt hatte.

Die Kuka-Aktionäre sollen ihre Anteile dann im Laufe der ersten zwei Januarwochen an Midea abgeben. Das in der südchinesischen Provinz Guangdong nahe Hongkong ansässige Unternehmen wird anschließend knapp 95 Prozent der Kuka-Anteile halten. Abgesehen von Kuka hat Midea in diesem Jahr auch den italienischen Klimaanlagenhersteller Clivet übernommen.

Von

rtr

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