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11.05.2011

14:05 Uhr

Roboterbauer

Brasilien und China machen Kuka froh

Kuka hat einen guten Jahresstart erwischt. Das lag vor allem an guten Geschäften in Brasilien und China. Der Roboterbauer stellt nun auch wieder eine Dividende in Aussucht – allerdings nur für Aktionäre mit Geduld.

Ein kleiner Kuka-Roboter: In China läuft es super. Quelle: dpa

Ein kleiner Kuka-Roboter: In China läuft es super.

MünchenFlorierende Geschäfte in Schwellenländern wie China und Brasilien stimmen den Roboterbauer Kuka zuversichtlich. Das Unternehmen aus Augsburg sei gut ins Jahr gestartet und angesichts des hohen Auftragsbestands optimistisch für die kommenden Monate, sagte Firmenchef Till Reuter am Mittwoch. „Wir sind auf einem guten Weg, dividendenfähig zu werden.“ Ob die Aktionäre schon für 2011 eine Ausschüttung erhalten oder angesichts der relativ dünnen Eigenkapitalausstattung erst in den kommenden Jahren, sei allerdings noch nicht entschieden.

Kuka hat sich im vergangenen Jahr langsam von der Wirtschaftskrise erholt, da viele Autobauer angesichts des Absatzbooms in den Schwellenländern wieder mehr Roboter kauften, die Fahrzeuge in Windeseile zusammensetzen, verschweißen und lackieren. Im ersten Quartal war die Nachfrage der Autokonzerne weiter hoch, unter anderem orderte Daimler 3000 neu entwickelte Kuka-Industrieroboter. Die größten Zuwachsraten verbuchten die Schwaben allerdings im Geschäft mit Kunden aus anderen Industrien, unter anderem aus der Medizintechnik-, Chemie- und Konsumgüterbranche.Reuter bekräftigte das Ziel, mittelfristig die Hälfte der Umsätze außerhalb der Autobranche zu erwirtschaften - im ersten Quartal war es knapp ein Drittel.

Kuka hatte bereits am Montag einen Umsatzsprung im ersten Quartal bekanntgegeben und seine Jahresprognose nach oben geschraubt. Die Firma rechnet demnach 2011 mit Erlösen von mindestens 1,2 (2010: 1,08) Milliarden Euro und einer operativen Marge (Ebit) von mindestens fünf (2,3) Prozent.

Um das Wachstum zu beschleunigen, sehe sich Kuka auch nach Zukaufsmöglichkeiten um, sagte der Firmenchef. Negative Auswirkungen durch die Natur- und Atomkatastrophe in Japan, von wo die Augsburger einen Teil ihrer Getriebe beziehen, erwartet Reuter nicht. Lieferengpässe seien bisher nicht aufgetreten und auch künftig nicht absehbar.

Von

rtr

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