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02.12.2014

20:20 Uhr

Roboterbauer schluckt Logistiker

Kuka will Swisslog komplett übernehmen

Schon jetzt hält der Roboterbauer Kuka etwa 80 Prozent an der Logistikfirma Swisslog, nun soll das Schweizer Unternehmen komplett geschluckt werden. Kuka will mit der Übernahme unabhängiger von der Autoindustrie werden.

Der Augsburger Roboterbauer Kuka will die Logistikfirma Swisslog komplett übernehmen. dpa

Der Augsburger Roboterbauer Kuka will die Logistikfirma Swisslog komplett übernehmen.

FrankfurtDer Roboterbauer Kuka will die Logistikfirma Swisslog komplett übernehmen. Nachdem der Konzern bereits gut 80 Prozent der Swisslog-Anteile angesammelt hat, strebe Kuka nun eine Vollübernahme an, teilte Kuka am Dienstag mit. Sollte die erforderliche Hürde von 90 Prozent übersprungen werden, würden die restlichen Aktionäre gegen eine Barabfindung herausgedrängt (Squeeze-Out).

Zudem werde das Swisslog-Listing an der Schweizer Börse Six dann eingestellt. Kuka will sich mit dem Zukauf unabhängiger von der Autoindustrie machen und lässt sich die Übernahme bis zu 280 Millionen Euro kosten.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Den Swisslog-Aktionären bietet Kuka 1,35 Franken je Aktie. Sie können ihre Anteile noch bis Freitag andienen. Bereits Ende November hatten die Swisslog-Aktionäre der Übernahme zugestimmt. Die Kartellbehörden haben ebenfalls schon grünes Licht gegeben.

Von

rtr

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