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27.07.2017

13:44 Uhr

Roche

Schweizer Pharmakonzern hebt Ausblick an

Die Einführung neuer Medikamente bescherte dem Pharmariesen Roche eine Gewinnsteigerung um zwei Prozent. Der Schweizer Konzern erhöhte daraufhin seinen Ausblick für das laufende Jahr.

Im ersten Halbjahr kletterte der Gewinn des Schweizer Unternehmens um zwei Prozent auf 5,58 Milliarden Franken. dpa

Roche

Im ersten Halbjahr kletterte der Gewinn des Schweizer Unternehmens um zwei Prozent auf 5,58 Milliarden Franken.

ZürichDer Schweizer Pharmariese Roche trotzt mit neuen Medikamenten der drohenden Konkurrenz durch Nachahmer-Arzneien. „Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hebt Roche den Ausblick an“, sagte Konzernchef Severin Schwan am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Positiv stimmte ihn insbesondere die hohe Nachfrage nach den Krebsmedikamenten Tecentriq und Alecensa und dem Multiple-Sklerose-Mittel Ocrevus.

Im ersten Halbjahr stieg der Reingewinn um zwei Prozent auf 5,58 Milliarden Franken, während der Umsatz um fünf Prozent auf 26,34 Milliarden Franken anzog. Der weltgrößte Hersteller von Krebsmedikamenten rechnet nun im laufenden Jahr mit einem Anstieg der Verkaufserlöse um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag. Der bereinigte Gewinn je Titel soll 2017 in etwa wie der Umsatz anziehen. Bisher hatte Roche ein Plus um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag in Aussicht gestellt.

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Den Schweizern drohen Umsatzeinbußen bei den wichtigen Krebsmitteln MabThera, Herceptin und Avastin, weil nach dem Auslaufen des Patentschutzes günstigere Nachahmerprodukte für die Biotech-Arzneien auf den Markt kommen. Doch Schwan zeigt sich gelassen. Roche habe es in seiner 120-jährigen Unternehmensgeschichte bisher immer geschafft, bestehende Arzneien mit besseren zu ersetzen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserer Pipeline und den neu lancierten Medikamenten den Markteintritt von Biosimilars kompensieren können.“ Vor allem bei Ocrevus verlaufe die Markteinführung sehr erfreulich.

Auch die Analysten vom Broker Bernstein sahen das so: „Ocrevus fuhr Monster-Zahlen ein“, erklärten die Bernstein-Analysten. Skeptischer zeigte sich ZKB-Analyst Michael Nawrath. Die Zeichen verdichteten sich, dass das Portfolio in Zukunft nicht mehr gleich stark wachsen werde und bezeichnete das Halbjahresergebnis als „die perfekte Ruhe vor dem Sturm.“ An der Börse kletterten die Roche-Titel um 1,3 Prozent.

Von

rtr

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