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02.02.2009

10:27 Uhr

Rohstoffbranche

Rio Tinto in Gesprächen mit Chinalco

Der hochverschuldete australisch-britische Minenkonzern hat Gespräche mit seinem chinesischen Großaktionär Chinalco über eine Finanzspritze bestätigt. Rio Tinto drücken Schulden in Höhe von fast 39 Milliarden Dollar.

Ein Arbeiter bei einer Kohle-Mine bei Sydney. Foto: Reuters Quelle: Reuters

Ein Arbeiter bei einer Kohle-Mine bei Sydney. Foto: Reuters

HB SYDNEY. Es werde mit Chinalco verhandelt, teilte Rio Tinto am Montag mit. Dabei gehe es zum einem um den Erwerb von Minderheitsbeteiligungen an verschiedenen Rio-Tinto-Geschäften durch Chinalco sowie den Kauf von Wandelpapieren. Offen sei jedoch, ob es tatsächlich zu einer Übereinkunft komme.

Zuvor hatten australische Medien berichtet, Rio Tinto erörtere mit Chinalco Wege, seinen Schuldenstand von fast 39 Milliarden Dollar zu drücken. Der Konzern erwäge eine Kombination aus Unternehmensverkäufen und der Ausgabe neuer Aktien und Wandelschuldverschreibungen, was insgesamt 15 Milliarden Dollar einbringen könnte. Zugleich würde der Anteil Chinalcos von derzeit neun auf elf Prozent steigen.

Rio Tinto hat sich durch die Übernahme der kanadischen Aluminium-Gruppe im Jahr 2007 hoch verschuldet. Seine Schulden will der Konzern bis Ende 2009 um zehn Milliarden Dollar drücken und hat sich bereits einen harten Sparkurs verordnet. Darüber hinaus ist Rio Tinto dabei, Geschäftsteile zu verkaufen. Vergangene Woche erst gab der Konzern den Verkauf einer Eisenerz-Mine in Brasilien und eines Kalissalzprojekts in Argentinien für 1,6 Milliarden Dollar bekannt.

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