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09.04.2014

04:59 Uhr

Rückruf-Skandal

US-Behörde verhängt Bußgeld gegen General Motors

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hat nun eine Strafe gegen den General Motors verhängt. Da der Autobauer nicht fristgerecht alle Fragen zum Rückruf-Skandal beantwortet hat, muss er für jeden Tag Verspätung bezahlen.

Chevrolet

Schon wieder Ärger bei General Motors

Chevrolet: Schon wieder Ärger bei General Motors

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WashingtonIm Rückruf-Skandal bei General Motors (GM) verhängt die US-Verkehrssicherheitsbehörde ein Bußgeld gegen den Autobauer. Weil dieser nicht fristgerecht alle Fragen zu dem Fall beantwortet habe, müsse er nun für jeden Tag Verspätung 7000 Dollar Strafe zahlen, gab die Behörde NHTSA am Dienstag bekannt. GM habe bis zum 3. April mehr als ein Drittel der 107 Fragen zu dem Rückruf nicht beantwortet. Die Strafe gelte ab diesem Stichtag.

Der Chefjustiziar der Behörde, Kevin Vincent, ermahnte General Motors in einem am Dienstag veröffentlichten Brief. Dass der Autobauer inzwischen eine interne Untersuchung veranlasst habe, sei kein Grund, die Anfrage der Behörde in Teilen zu ignorieren.

Die NHTSA untersucht insbesondere, warum GM mit dem Rückruf von 2,6 Millionen Fahrzeugen wartete, obwohl die Probleme mit den Zündschlössern seit mehr als zehn Jahren bekannt waren. Der Defekt hat zu mehreren Todesfällen geführt. Auch der Kongress befasst sich mit dem Fall.

GM hat weltweit 2,6 Millionen ältere Wagen in die Werkstätten gerufen, die meisten davon in den USA. Der Zündschlüssel droht bei voller Fahrt in die „Aus“-Position zurückzuspringen, was auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschaltet. Es kam zu mehreren tödlichen Unfällen. GM wird vorgeworfen, das Problem mehr als zehn Jahre lang ignoriert zu haben.

Die erfolgreichsten Autokonzerne in den USA

US-Automarkt

Insgesamt 15,6 Millionen Fahrzeuge wurden im Jahr 2013 in den USA verkauft. Das entsprach einem Plus gegenüber dem Vrojahr von 7,6 Prozent. Die deutschen Hersteller schaffen es nicht unter die Branchengrößen. Volkswagen verkaufte 407.000 Fahrezuge der Stammmarke (minus 6,9 Prozent), Mercedes 334.000 (plus 13,3 Prozent) und BMW ohne Mini 309.000 (plus 9,9 Prozent).
Quelle aller Angaben: Motor Intelligence

Platz 6

Nissan
Absatz 2013:
1,25 Millionen Fahrzeuge (+9,4 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
8,0 Prozent (plus 0,1 Punkte gg. 2012)

Platz 5

Honda
Absatz 2013:
1,53 Millionen Fahrzeuge (+7,2 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
9,8 Prozent (unverändert gg. 2012)

Platz 4

Chrysler
Absatz 2013:
1,8 Millionen Fahrzeuge (+9 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
11,5 Prozent (plus 0,1 Punkte gg. 2012)

Platz 3

Toyota
Absatz 2013:
2,24 Millionen Fahrzeuge (+7,4 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
14,3 Prozent (minus 0,1 Punkte gg. 2012)

Platz 2

Ford
Absatz 2013:
2,49 Millionen Fahrzeuge (+10,8 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
15,9 Prozent (plus 0,4 Punkte gg. 2012)

Platz 1

GM
Absatz 2013:
2,79 Millionen Fahrzeuge (+7,3 Prozent gg. 2012)
Marktanteil:
17,9 Prozent (unverändert gg. 2012)

GM erklärte, das Unternehmen kooperiere umfassend mit der Behörde. Dieser seien fast 21.000 Dokumente mit mehr als 271.000 Seiten zur Verfügung gestellt worden. Weitere Antworten sollten folgen, sobald sie vorlägen. Ziel sei es, die Informationen korrekt und rasch zu liefern.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.04.2014, 20:03 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich suche gerade ein neues Fahrzeug und bin auf diesen unangenehmen Artikel von GM gestoßen. Da ich auch ein Produkt der GM Familie in Betracht gezogen habe und zwar ein Opel Meriva möchte ich doch wissen, ob dieses Fahrzeug, dass ich neu kaufen möchte, noch diese Sicherheitsstandards der deutschen ISO Norm erfüllt.
Opel und GM sind ein gemeinsames Unternehmen und ich bin als Käufer sehr aufgeschreckt über diese miserable Qualität des amerikanischen Konzerns. Opel ist ein Bestandteil dieses Unternehmens und ich bin mir nicht sicher, ob ich aus dieses Unternehmensportfolio ein Fahrzeug kaufen soll.

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