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11.01.2011

13:40 Uhr

Rückschlag

Masdar streicht für neue Solarfabrik in Abu Dhabi

Die Umwelttechnlologie-Firma Masdar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat Pläne für den Bau einer Solarzellen-Fabrik in Abu Dhabi versenkt. Das hat auch Auswirkungen auf eine deutsche Firma.

Masdar muss einen dicken Auftrag streichen. Quelle: dpa

Masdar muss einen dicken Auftrag streichen.

HB ABU DHABI. Die Absage betrifft indirekt auch den in der Nähe von Erfurt beheimateten deutschen Ableger der Firma. Diese ist eine Tochtergesellschaft des Investitionsfonds von Abu Dhabi. Die Masdar-Führung hatte das Photovoltaik-Werk in Ichtershausen (Thüringen) 2008 auch mit dem Ziel gegründet, es später in der neuen Stadt Masdar-City in Abu Dhabi in größerem Maßstab nachzubauen.

Der Direktor des Firmenzweigs Masdar Power, Frank Wouters, sagte der in Abu Dhabi erscheinenden Zeitung "The National" (Dienstag), das Werk in Abu Dhabi werde nun wegen "mangelnder Nachfrage" auf dem lokalen Markt doch nicht gebaut: "Man braucht eine gewisse Größe und einen lokalen Markt, damit so etwas sinnvoll sein kann."

Unter dem Preisverfall im Solarzellen-Sektor, der vor allem durch die wachsende Konkurrenz aus Fernost ausgelöst wurde, leidet auch das Werk von Masdar PV in Thüringen. Wouters sagte, die deutsche Fabrik schreibe inzwischen aber trotzdem schwarze Zahlen, da man dort "extrem hart" gearbeitet habe, um die Effizienz zu erhöhen.

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