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19.04.2016

19:25 Uhr

Rückstau bei Airbus

Auslieferungen stocken wegen Zuliefererproblemen

Die nicht ausgelieferten Flugzeuge stauen sich bereits an den Airbus-Standorten: Weil ein Zulieferer technische Probleme hat, kann Airbus inzwischen bereits mehr als zwei Dutzend Maschinen nicht ausliefern.

Der Parkraum von Airbus an den Standorten im französischen Toulouse und in Hamburg ist überfüllt. Reuters

Nicht ausgelieferte Airbus A320neo

Der Parkraum von Airbus an den Standorten im französischen Toulouse und in Hamburg ist überfüllt.

ParisAirbus machen Insiderinformationen zufolge zunehmend Zuliefererprobleme zu schaffen. Diese führten zu einem wachsenden Rückstau nicht ausgelieferter Verkehrsflugzeuge, verlautete aus Branchenkreisen. Der Parkraum an den Standorten im französischen Toulouse und in Hamburg sei überfüllt.

Die Zahl der Maschinen vom Typ A320neo, die wegen technischer Probleme und Verzögerungen beim Zulieferer Pratt & Whitney noch keine Triebwerke hätten, sei auf mehr als zwei Dutzend angestiegen. Das könne bis zu etwa eine Milliarde Euro an Barmitteln binden, sagte ein hochrangiger Insider aus der Branche für Flugzeugfinanzierungen.

Wo Airbus Flugzeuge zusammenbaut

Vier Werke

Der größte europäische Flugzeughersteller Airbus baut in vier großen Produktionswerken auf drei Kontinenten Flugzeuge zusammen. Die Hauptproduktionsstätten.

Toulouse

Am Stammsitz von Airbus in der südfranzösischen Stadt mit mehr als 21 000 Beschäftigten in der Region werden auf mehreren Fertigungslinien die A320, A330, A350 und A380 endmontiert. Für die A320-Familie gibt es zwei Endmontagelinien.

Hamburg-Finkenwerder

Das Hamburger Werk in Finkenwerder ist mit 12 700 Beschäftigten die größte Produktionsstätte von Airbus in Deutschland. Für die Flieger der A320-Familie werden hier nicht nur Teile produziert, es gibt auch drei Endmontage-Linien. Eine vierte Linie soll in Hamburg entstehen, wenn die Produktion des Erfolgsschlagers A320 mehr als ohnehin geplant ausgeweitet wird. Auch an anderen Airbus-Programmen wie dem weltgrößten Passagierflugzeug A380 ist Hamburg beteiligt.

Tianjin

2008 eröffnete Airbus ein Werk als Joint Venture in der chinesischen Hafenstadt Tianjin. Dort werden von mehr als 400 Mitarbeitern ebenfalls Flugzeuge der A320-Familie montiert.

Mobile

Mit der Fertigungsstätte im US-Staat Alabama will Airbus dem Erzrivalen Boeing noch mehr Konkurrenz machen. Im Frühjahr 2016 soll dort der erste auf dem 470 000 Quadratmeter großen Areal montierte Mittelstreckenjet der A320-Familie ausgeliefert werden. 1000 Arbeitsplätze sind dort geplant.

Quelle: dpa

Außerdem gebe es weiter Verzögerungen bei A350-Fliegern wegen Engpässen bei der Kabinenausstattung, hieß es in den Branchenkreisen. Airbus wollte sich dazu nicht konkret äußern. Das Unternehmen zeigte sich lediglich zuversichtlich, die bisherigen Auslieferungsziele zu erreichen. Im ersten Quartal hatte es deutlich weniger Flugzeuge an die Kunden gebracht als der US-Erzrivale Boeing.

Von

rtr

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