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19.01.2011

02:48 Uhr

Rüstungsausgaben

Guttenberg verteidigt Kosten für Transport-Airbus

Ein neues Kapitel in der scheinbar endlosen Geschichte um neue Transportflugzeuge von Airbus: Der Bundesverteidigungsminister steht zu dem höheren Preis, den EU-Staaten wegen Verzögerungen an EADS zahlen müssen.

Verteidigungsminister Guttenberg: will Verträge einhalten. DAPD

Verteidigungsminister Guttenberg: will Verträge einhalten.

HB BERLIN. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat Kritik aus der schwarz-gelben Koalition an der Beschaffung des Militärtransporters A400M zurückgewiesen.

„Vertragliche Bindungen bestehen nun einmal“, sagte der CSU-Politiker dem „Hamburger Abendblatt“ (Mittwochausgabe). „Ich bin überrascht, wenn sich manche über die Vertragsergänzung ärgern und gleichzeitig den drohenden Verlust von Arbeitsplätzen und industriepolitischem Know-how beklagen.“

Airbus hatte sich 2003 gegenüber den sieben Käufernationen Deutschland, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Spanien und der Türkei verpflichtet, 180 Flugzeuge zum Festpreis von 20 Milliarden Euro auszuliefern. Verzögerungen führten allerdings zu Mehrbelastungen für Airbus. Im vergangenen Frühjahr vereinbarten die Regierungen mit dem Konzern, den Preis für die Militärtransporter um zwei Milliarden Euro zu erhöhen.

Guttenberg räumte jedoch ein, der A400M sei „sicherlich kein gutes Beispiel dafür, wie die Prozesse der Rüstungsbeschaffung nach meiner Vorstellung in Zukunft aussehen sollten“. Auch deshalb würden sie nun reformiert. Die Bundeswehr werde „genau prüfen müssen, welche Rüstungsprojekte noch Sinn machen und welche der Nostalgie des Kalten Krieges entspringen“.

Der erste Militär-Airbus für die Bundeswehr soll Ende 2014 kommen. Diese Flugzeuge sollen bei der Luftwaffe die jahrzehntealten Transportflugzeuge vom Typ C-160 „Transall“ ablösen.

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