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08.11.2013

12:38 Uhr

Rüstungsgeschäft

Rheinmetall schreibt rote Zahlen

Das Rüstungsgeschäft läuft nicht und Restrukturierungsaufwendungen kosten Rheinmetall einiges. Deswegen musste Rheinmetall Verluste hinnehmen. Dennoch hält der Vorstand an seinen Jahreszielen fest.

Die Düsseldorfer Zentrale von Rheinmetall. Trotz Verlusten hält die Unternehmensspitze an den Jahreszielen fest. dpa

Die Düsseldorfer Zentrale von Rheinmetall. Trotz Verlusten hält die Unternehmensspitze an den Jahreszielen fest.

DüsseldorfSchwache Geschäfte in der Rüstungssparte und Restrukturierungskosten haben Rheinmetall in den ersten neun Monaten rote Zahlen eingebrockt. Zuwächse im dritten Quartal im Bereich der Automobilzulieferung stimmten den Vorstand dennoch zuversichtlich, die im Sommer eingedampften Jahresziele zu erreichen.

Weniger optimistisch schienen dagegen die Anleger: Die Rheinmetall-Aktien rutschten über sieben Prozent ab und führten damit die Verliererliste im MDax an. „Der Trend der vergangenen Quartale setzt sich fort - der Autobereich ist solide, das Rüstungsgeschäft etwas schwächer“, urteilte Equinet-Analyst Adrian Pehl.

Der Umsatz ging um sechs Prozent zurück auf 3,1 Milliarden Euro, der Nettoverlust betrug nach neun Monaten 47 Millionen Euro nach einem Gewinn von 93 Millionen vor Jahresfrist, wie Rheinmetall am Freitag mitteilte. Das Ebit vor Sondereffekten bezifferte Vorstandschef Armin Papperger auf 31 (Vorjahr 30) Millionen Euro. Um die im Gesamtjahr angepeilten 180 bis 200 Millionen Euro zu erreichen, muss der seit Jahresbeginn amtierende Konzernchef noch ordentlich aufholen. Allerdings ist das vierte Quartal das traditionell ertragsreichste. Der Jahresumsatz soll zwischen 4,7 und 4,8 Milliarden Euro liegen.

Papperger hat dem Düsseldorfer Traditionskonzern ein Restrukturierungsprogramm verordnet und nimmt dafür in diesem Jahr 75 bis 85 Millionen Euro in die Hand. Ab 2015 sollen so jährlich 60 bis 75 Millionen Euro eingespart werden. Papperger hatte 2013 als Übergangsjahr bezeichnet und für das kommende Jahr wieder Ergebnisverbesserungen versprochen.

Prall gefüllte Orderbücher wecken Hoffnung. Der Auftragsbestand erreichte bis Ende September 6,7 nach 4,9 Milliarden Euro, wovon 6,3 Milliarden auf das Rüstungsgeschäft entfallen. Die Bestellungen in dem Bereich schlagen sich allerdings teilweise verzögert positiv zu Buche, da die Auslieferungen sich häufig über Jahre hinziehen.

Von

rtr

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