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16.08.2013

14:02 Uhr

Rüstungsindustrie

Russische Bank löst EADS-Anteil auf

Anteile im Wert von 763 Millionen Euro wechseln das Unternehmen: Eine staatliche russische Bank zieht Geld vom europäischen Konzern EADS ab und lässt sie der Zivilflugzeugsparte eines heimischen Konkurrenten zukommen.

EADS unter Druck? Das verkaufte Anteilspaket hat einen hohen dreistelligen Millionenwert. dpa

EADS unter Druck? Das verkaufte Anteilspaket hat einen hohen dreistelligen Millionenwert.

MoskauDie staatliche russische Außenwirtschaftsbank (VEB) löst einem Zeitungsbericht zufolge ihren Anteil beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS auf und lässt das Geld dem heimischen Flugzeugbauer Suchoi zukommen. Ende Juli habe VEB ihren Anteil an EADS von 5,02 Prozent auf 2,88 Prozent reduziert, berichtete die Zeitung „Wedomosti” am Freitag unter Berufung auf Börsendokumente.

Das verkaufte Aktienpaket habe einen Wert von 763 Millionen Euro. Weil VEB nun weniger als drei Prozent an dem europäischen Konzern halte, müssten zudem die übrigen Anleger nicht mehr über den Verkauf weiterer Aktien informiert werden. Der Erlös solle der Zivilflugzeug-Sparte bei Suchoi zugutekommen, sagte eine nicht näher genannte Quelle der Zeitung.

Medienbericht: EADS krempelt sich um

Medienbericht

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Über eine Namensänderung wurde schon spekuliert, nun baut der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS offenbar auch seine Struktur um. Insidern zufolge will der Konzern Geschäftszweige an bestimmten Standorten bündeln.

Suchoi ist hoch verschuldet. Das Unternehmen stellt das Regionalflugzeug Superjet her. Das Projekt leidet jedoch unter massiven Verzögerungen, zudem kam es bei einem Testflug in Indonesien zu einem Absturz mit Todesopfern. Suchoi war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen, VEB lehnte eine Stellungnahme ab.

Von

rtr

Kommentare (1)

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16.08.2013, 15:03 Uhr

EADS hat sich seit dem 09er-Tief fast verfünffacht.Ich kenne jetzt nicht genau die Einstiegskurse der Russen,aber es war für sie sicher an der Zeit Kasse zu machen,denn das es in diesem Tempo nicht weitergehen kann,sollte jedem EADS -Aktionär klar sein.
Denn auf die Luftfahrtindustrie kommen schwere Zeiten zu,Air-Berlin,Lufthansa oder die geplatzte Fusion in Amerika sind erst der Anfang der Trendwende.

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