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14.09.2011

15:09 Uhr

Rüstungsindustrie

Thales-Chef erwartet Wachstum in Asien

Die Schuldenkrise in den USA und Europa trübt die Wachstumsaussichten der Rüstungsindustrie. Konzerne wie der französische Hersteller Thales orientieren sich aus diesem Grund zunehmend Richtung Asien und setzen auf Schwellenländer.

Thales-Chef Luc Vigneron sieht Wachstumschancen für die Rüstungsindustrie in Asien und großen Schwellenländern wie Brasilien. AFP

Thales-Chef Luc Vigneron sieht Wachstumschancen für die Rüstungsindustrie in Asien und großen Schwellenländern wie Brasilien.

LondonRüstungskonzerne müssen sich nach Ansicht des französischen Herstellers Thales wegen der Schuldenkrise in Europa und den USA geografisch neu orientieren. Wachstum sei in den kommenden Jahren vor allem in Asien zu erwarten, wo sich die Konzerne einen harten Konkurrenzkampf um lukrative Aufträge liefern dürften, sagte Thales-Chef Luc Vigneron am Mittwoch in einem Interview. „Rüstungsausgaben gehen Hand in Hand mit dem Wirtschaftswachstum eines Landes. Ich denke, die asiatischen Staaten werden sich hier an die Spitze setzen“, sagte Vigneron am Rande der Rüstungsmesse DSEi in London. Aber auch in Russland, Indien und Brasilien stünden Großaufträge an.

Der französische Verteidigungs-, und Luftfahrtkonzern wird sich nach Einschätzung von Vigneron in den Schwellenländern einen harten Wettbewerb mit lokalen Herstellern und britischen und amerikanischen Konzernen stellen müssen. Es sei jedoch noch völlig offen, ob die Aufträge aus den Schwellenländern die Kürzungen in den Industrieländern wettmachen können, sagte Vigneron.

In den USA sollen den Sparbemühungen Rüstungsausgaben von mindestens 350 Milliarden Dollar zum Opfer fallen. In Großbritannien wird der Verteidigungshaushalt um acht Prozent gekürzt. Die angelsächsischen Rüstungskonzerne expandieren deshalb aggressiv im Mittleren Osten und Asien, um die Ausfälle auf ihren Heimatmärkten auszugleichen.

Die Aktie von Thales hat in den vergangenen drei Monaten zwölf Prozent an Wert verloren. Am Mittwoch konnte sie sich dank des Aufwärtstrends an den Märkten um vier Prozent verbessern.

 

Von

rtr

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