Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.05.2017

15:21 Uhr

Rüstungskonzern

Aktivisten fahren Panzer gegen Rheinmetall auf

Bei der Hauptversammlung von Rheinmetall haben Demonstranten mit einem alter Leopard-Panzer gegen die Rüstungsgeschäfte des Konzerns demonstriert. Sie fordern, Rheinmetall solle sich auf zivile Produkte konzentrieren.

Friedensinitiativen demonstrieren mit einem Leopard-Panzer gegen Aufrüstung und Waffenexporte von Rheinmetall. Die Rüstungssparte gehörte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu den Wachstumstreibern des Konzerns. dpa

Proteste in Berlin

Friedensinitiativen demonstrieren mit einem Leopard-Panzer gegen Aufrüstung und Waffenexporte von Rheinmetall. Die Rüstungssparte gehörte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu den Wachstumstreibern des Konzerns.

BerlinDie Hauptversammlung des Autozuliefer- und Rüstungskonzerns Rheinmetall ist am Dienstag von Protesten begleitet worden. Rund 150 Menschen protestierten nach Angaben der Veranstalter in Berlin gegen die Rüstungsgeschäfte des Konzerns. Die Demonstranten fuhren einen ausgemusterten Panzer vor das Hotel, in dem Rheinmetall sein Aktionärstreffen abhielt.

„Wir wollen Rheinmetall entrüsten“, sagte Lühr Henken, einer der Demo-Organisatoren. Sie forderten, Rheinmetall solle die Produktion militärischer Güter einstellen und sich rein auf zivile Produkte konzentrieren.

Die Rüstungssparte gehörte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu den Wachstumstreibern von Rheinmetall, der Umsatz der Sparte stieg um 14 Prozent. In der Autozuliefersparte fiel das Wachstum mit 2,5 Prozent deutlich schwächer aus. Insgesamt steigerte der Konzern seinen Umsatz 2016 um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

Rheinmetall: Rüstungskonzern wächst zum Jahresauftakt

Rheinmetall

Rüstungskonzern wächst zum Jahresauftakt

Der Industriekonzern Rheinmetall verzeichnet zum Jahresbeginn hohe Gewinne. Diese seien auf gute Geschäfte in Autozulieferungen und Rüstung zurückzuführen. Firmenchef Armin Papperger sieht seine Strategie bestätigt.

Vorstandschef Armin Papperger sagte am Dienstag, im Jahr 2017 werde die Rüstungssparte die Marke von drei Milliarden Euro Umsatz „ziemlich sicher übertreffen“. Die Proteste am Rande der Hauptversammlung verliefen nach Angaben der Polizei friedlich.

Dem Aufsichtsrat des Unternehmens gehört künftig der ehemalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) an. Die Aktionäre wählten den 68-Jährigen am Dienstag. Jung stand von 2005 bis 2009 an der Spitze des Verteidigungsministeriums. Er ist noch Mitglied des Bundestages. Bei der Bundestagswahl im Herbst trete er aber nicht wieder an, sagte Jung vor den Aktionären. Ein Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) warnte vor möglichen Interessenkonflikten wegen des Bundestagsmandats: „Schauen Sie, dass das nicht vermischt wird.“

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×