Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.09.2011

13:26 Uhr

Rüstungskonzern

Rheinmetall kauft zu

ExklusivDer Rüstungskonzern bleibt auf dem Akquisitionspfad. Jetzt kauft Rheinmetall im Softwarebereich zu - zwei Transaktionen wurden bereits beim Bundeskartellamt zur Genehmigung angemeldet.

Zwei Schützenpanzer vom Typ Puma in einer Produktionshalle in Kassel. dapd

Zwei Schützenpanzer vom Typ Puma in einer Produktionshalle in Kassel.

FrankfurtDer Rüstungskonzern Rheinmetall plant zwei weitere Akquisitionen. Die eidgenössische Swiss Simtec AG soll komplett und die Rostocker Marinesoft GmbH zu 49 Prozent gekauft werden, sagte ein Konzernsprecher dem Handelsblatt. Beide Unternehmen sind auf Softwarelösungen für Militärsimulationen spezialisiert. Zu finanziellen Details machte Rheinmetall keine Angaben. Die beiden Transaktionen wurden bereits beim Bundeskartellamt zur Genehmigung angemeldet.
Swiss Simtec wie auch Marinesoft sind eher kleinere Aktivitäten, das Schweizer Unternehmen etwa hat lediglich dreizehn Beschäftigte. Für Rheinmetall stellen sie aber eine sinnvolle Ergänzung dar. Denn für den Militärsektor gewinnen Kampfsimulationen eine immer größere Bedeutung, da mit solchen Trainingseinheiten teuere Militärmanöver zumindest zum Teil ersetzt werden können. Rheinmetall hat dafür spezielle Angebote entwickelt, auf die auch die russische Armee zurückgreift. Nahe Moskau hat der Konzern für die Militärs ein Testgelände gebaut, das von Rheinmetall betrieben wird.
Das Düsseldorfer Unternehmen ist mit einem für dieses Jahr angepeilten Umsatz von 4,5 Milliarden Euro der größte deutsche Rüstungskonzern. Diese Position baut Rheinmetall sukzessive mit Akquisitionen aus, wobei vor allem Unternehmen aus dem Ausland im Fokus von Vorstandschef Klaus Eberhardt stehen.

Von

mur

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×