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08.03.2017

13:06 Uhr

Rüstungskonzern

Rheinmetall will Panzer für die Türkei bauen

Rheinmetall will sich verstärkt um Rüstungsaufträge in der Türkei bemühen. Gemeinsam mit Partnern will der deutsche Konzern dazu Panzer in dem Land bauen. Aus der Politik kommt bereits Kritik an dem Vorhaben.

Der deutsche Industriekonzern will sich an künftigen Ausschreibungen in der Türkei beteiligen. dpa

Rheinmetall-Panzer

Der deutsche Industriekonzern will sich an künftigen Ausschreibungen in der Türkei beteiligen.

Düsseldorf/AnkaraDer Rüstungskonzern Rheinmetall will sein Geschäft in der Türkei ausbauen. Über ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem türkischen Lkw- und Bushersteller BMC wolle sich Rheinmetall an künftigen Ausschreibungen in dem Land beteiligen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Im vergangenen Jahr hatte die Tageszeitung „Welt“ über Absichten des Konzerns berichtet, Rad- und Kettenpanzer in der Türkei zu bauen.

Am Mittwoch berichteten das Magazin „Stern“, die türkische Exilredaktion „Özgürüz“ sowie das Recherchezentrum Correctiv, die Pläne dazu seien weit fortgeschritten. Die Branche rechnet künftig etwa mit einer Ausschreibung zum Bau des geplanten türkischen Kampfpanzers „Altay“.

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Rheinmetall verteidigte Pläne zum Ausbau des Rüstungsgeschäfts. „Die Türkei ist nach wie vor ein wichtiger Handelspartner Deutschlands, ein voll integrierter Nato-Partner und nach wie vor ein Beitrittskandidat für die Europäische Union“, sagte der Sprecher.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen sagte dem „Stern“, der geplante Einstieg von Rheinmetall in die Produktion von Panzern in der Türkei sei „ein ungeheuerlicher Vorgang“. Vom Unternehmen hieß es: „In der Bewertung der Situation in Kundenländern folgt Rheinmetall - wie auch andere Unternehmen - der Beurteilung der Bundesregierung“. Rheinmetall hält einen Anteil von 40 Prozent an dem Joint Venture mit dem türkischen Unternehmen BMC und einem weiteren Partner.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Herr Paul Kersey

08.03.2017, 14:12 Uhr

Man muss Wirtschaft und Politik eben voneinander trennen können.
Sollen sich unsere Politiker mit dem Psychopathen Erdogan rumschlagen, während wir gleichzeitig ordentlich Kohle mit Waffenlieferungen an die Türkei verdienen. Ganz schön clever. So kennt man die Deutschen auf der ganzen Welt!

Novi Prinz

08.03.2017, 14:18 Uhr

Gesetzt den Fall , die Türkei expandiert nach Westen und braucht dafür Panzer .
Da ist es doch besser , wenn wir sie liefern und daran ein bischen mitverdienen ? !

Herr Leo Löwenstein

08.03.2017, 14:27 Uhr

hmmm, da will der Erdogan glatt von den von ihm als Nazis bezeichnete Deutsche Panzer kaufen.

Keine Waffen für die Türkei
Keine EU-Gelder mehr für die Türkei. Dann können sie sich die Panzer eh nicht mehr leisten.
Wenn es so weitergeht, keine Flugverbindungen mehr in die Türkei, wie seinerzeit Putin das gemacht hat, das hat bei Erdogan gewirkt, da kam er dann zu Putin angekrochen.

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