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24.06.2014

16:18 Uhr

Russisch-amerikanischer Deal

Abbott wagt Übernahme trotz Sanktionen gegen Russland

Der US-Gesundheitskonzern ist schon lange in Russland aktiv, deshalb schreckt ihn auch die aktuelle Konfrontationslage zwischen den Großmächten nicht: Abbott Laboratories strebt einen großen Zukauf an.

Immer mal wieder für eine Überraschung an den Märkten gut: Händler beobachten in New York die Kursentwicklungen bei Abbott Laboratories. Reuters

Immer mal wieder für eine Überraschung an den Märkten gut: Händler beobachten in New York die Kursentwicklungen bei Abbott Laboratories.

MoskauTrotz drohender Wirtschaftssanktionen gegen Russland peilt der US-Gesundheitskonzern Abbott Laboratories in dem osteuropäischen Land eine Übernahme an. Für bis zu einer halben Milliarde Dollar wollen die Amerikaner die russische Pharmafirma Verofarm schlucken, wie Abbott am Dienstag mittelte.

Der Zukauf ist die größte Akquisition eines US-Unternehmens in Russland, seit die Tabakkonzerne Philip Morris und Japan Tobacco im Dezember den Kauf der Vertriebsgesellschaft Megapolis angekündigt hatten. Die Nachricht verhalf der Verofarm-Aktie an der Börse in Moskau zu einem Kurssprung von mehr als 34 Prozent.

Abbott ist seit 1978 in Russland aktiv. Mit Verofarm will sich der US-Konzern, der in der Medizintechnik aktiv ist und Nachahmermedikamente vertreibt, jetzt auch eine Produktionsbasis in dem Land sichern. Das russische Unternehmen produziert dort Arzneimittel an drei Standorten.

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Seit Jahresbeginn hatte es in Russland wegen der Ukraine-Krise und einer schwachen Wirtschaftslage nur wenige Übernahmen gegeben. Die Bereitschaft amerikanischer Firmen, dort zu investieren, war wenig ausgeprägt. Dazu trug auch das durch die Ukraine-Krise gespannte Verhältnis zwischen den USA und Russland bei. Am Montag erst hatte US-Präsident Barack Obama mit Sanktionen gedroht, sollte Russland keine konkreten Schritte zu einer Stabilisierung der Lage in der Ostukraine einleiten.

Von

rtr

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