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14.04.2011

17:55 Uhr

Russische Investoren

Neue Spekulationen um Nordic-Werften

Die Nordic-Werften kommen nicht zur Ruhe. Zunächst schien die Insolvenz nach der Übernahme durch einen russischen Investor abgewendet. Nun wecken Spekulationen aus Moskau neue Ängste um die Zukunft der Traditionswerften.

Unter den Mitarbeitern der Nordic-Werften nimmt die Unsicherheit zu. Quelle: dpa

Unter den Mitarbeitern der Nordic-Werften nimmt die Unsicherheit zu.

Moskau/RostockEin Bankgeschäft des russischen Eigentümers der Nordic-Werften in Rostock und Wismar, Witali Jussufow, erregt erneut Befürchtungen um den Bestand der Nordic-Werften in Mecklenburg-Vorpommern

Jussufow sicherte sich 19,91 Prozent an der Bank Moskwy (Bank von Moskau), dementierte aber zugleich, dass er dafür die beiden Schiffbaubetriebe verpfändet habe. „Nordic Yards ist an meinem Kauf der Anteile an der Bank nicht beteiligt“, sagte Jussufow laut einer Mitteilung am Donnerstag. „Wir werden aber in den kommenden Wochen prüfen, inwieweit sich Synergien zwischen beiden Unternehmen ergeben könnten.“ 

Das Schweriner Wirtschaftsministerium habe Jussufow gebeten, Auskunft über den Sachverhalt zu geben und Klarheit zu schaffen, sagte ein Ministeriumssprecher. Jussufow hatte die Werften im August 2009 aus einer Insolvenz heraus übernommen. Von einst 2400 Schiffbauern sind jüngsten Angaben zufolge derzeit noch etwa 800 beschäftigt. Die versprochenen Neubauaufträge blieb Jussufow bislang weitgehend schuldig. 

Die IG Metall Küste sieht erneute Verunsicherung bei den Nordic- Mitarbeitern. „Für uns sind die Arbeitsplätze von Bedeutung und dass neue, dringend benötigte Aufträge reinkommen“, sagte Sprecher Heiko Messerschmidt. Möglicherweise könne es bei der Auftragsgewinnung positiv sein, wenn Jussufow nach dem Deal einen besseren Zugang zu einer Bank habe. Nach wie vor sei die Schiffsbaufinanzierung äußerst schwierig. 

Die Bank von Moskau, an der die russische Großbank VTB seit Ende Februar dieses Jahres 46,48 Prozent der Anteile hält, zählt nach Worten Jussufows zu den fünf größten Banken Russlands. Über Details der Transaktion sei Stillschweigen vereinbart worden. Russische Internetmedien berichteten, dass sich Jussufow die Anteile für rund 760 Millionen Euro gesichert haben soll. 

Das Aktienpaket hat Jussufow den Berichten zufolge von Bank-Moskwy-Chef Alexej Borodin abgekauft, den nötigen Kredit soll das Geldhaus selbst gewährt haben. Die Bank Moskwy ist seit Wochen in den Schlagzeilen, nachdem Borodin vor der Justiz nach London geflohen war. 

Der Bankchef, ein Vertrauter des früheren Moskauer Bürgermeisters Juri Luschkow, soll illegal Kredite in Höhe von umgerechnet rund 325 Millionen Euro gewährt haben. Das Geld ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft an eine Briefkastenfirma der reichsten Frau Russlands, Luschkows Gattin Jelena Baturina, geflossen. Luschkow war im September 2010 nach Korruptionsvorwürfen von Kremlchef Dmitri Medwedew gefeuert worden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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chauffagiste@aol.com

14.04.2011, 18:48 Uhr

Ich kann nichts verwerfliches daran finden wenn eine Bank für einen Kredit ein Aktienpaket einer leistungsfähigen deutschen Firma bekommt. In russischer Hand ist dies zehnmal besser als in internationaler Spekulantenhände.
Die haben hier alle keine Ahnung, ich war selbst 8 Mal in russland in den letzten Jahern, das sind keine Heuschrecken die kahlfressen (geduldeter Weise) sondern die wollen besitzen.
Gazprom,Rosneft,Transneft brauchen diese Werft um eisgängige Gastanker zu bauen (die Besten in Western Europe)diese Anti RUS Propaganda ist wiederlich und zeugt von absoluter Unkenntnis. Scrollen Sie auf der Website von GAZPROM die subsiderie companies, da geht dem Rest der Welt das Licht aus. So ein Quatsch diese Werft bleibt auch weil Sie zu DDR Zeiten schon für RUS gearbeitet hat und Kontakte da sind

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