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13.11.2012

17:59 Uhr

Russische Oligarchen

BP und AAR einigen sich

Das russische Oligarchenkonsortium AAR und der Energiekonzern BP haben den Streit um die Bohrungen im russischen Nordpolarmeer beigelegt. Die Briten kostete der Klageverzicht von AAR rund eine Viertelmilliarde Euro.

Das Logo von BP i Moskau. Reuters

Das Logo von BP i Moskau.

London/MoskauDer Streit zwischen dem britischen Energiekonzern BP und dem russischen Oligarchenkonsortium AAR um Bohr-Aktivitäten im russischen Nordpolarmeer ist beigelegt. Wie die Agentur Interfax unter Berufung auf Verhandlungskreise meldete, zahlt BP den Milliardären für den Verzicht auf eine Klage vor dem Schiedsgericht in Stockholm rund 325 Millionen US-Dollar (ca 256 Mio Euro).

Hingegen teilte BP in London am Dienstag lediglich mit, beide Seiten hätten eine umfassende Einigung erzielt und mit sofortiger Wirkung die Freiheit, unabhängig voneinander neue Geschäftsfelder in Russland und der Ukraine zu erkunden.

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Es sollte eine Investition in die Zukunft der Ölförderung sein. Doch am Ende handelte sich der britische Konzern BP mit seinem Russland-Abenteuer vor allem Ärger ein. Ein grotesker Wirtschafts- und Politkrimi entflammte.

AAR, das bislang 50 Prozent der Anteile am Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP hält, hatte sich von einer geplanten Zusammenarbeit der Briten mit dem russischen Ölförderer Rosneft übergangen gefühlt. BP dürfe nicht ohne Zustimmung von TNK-BP in Russland aktiv werden, argumentierten die Milliardäre Viktor Wekselberg, Michail Fridman, German Khan und Leonard Blavatnik.

Mehrere Schlichtungsversuche scheiterten. Im September hatten sich sowohl BP als auch AAR mit Rosneft in einem spektakulären Milliardengeschäft über den Verkauf ihrer Anteile an TNK-BP geeinigt.

Von

dpa

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