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22.12.2011

12:16 Uhr

Russischer Riese

Rosneft wird größter Erdölkonzern der Welt

Der russische Erdölkonzern Rosneft hat ExxonMobil als Weltmarktführer abgelöst. Verantwortlich für die Produktionssteigerung sind die Quellen des ehemaligen Chodorkowski-Konzerns Yukos.

Eine Rosneft-Rafinerie nahe Samara: Der russische Erdölkonzern wird Weltmarktführer. Reuters

Eine Rosneft-Rafinerie nahe Samara: Der russische Erdölkonzern wird Weltmarktführer.

MoskauDer russische Energieriese Rosneft ist einem Zeitungsbericht zufolge zum weltgrößten Erdölkonzern aufgestiegen und hat den bisherigen Weltmarktführer ExxonMobil überholt. Rosneft habe in den ersten neun Monaten dieses Jahres 88,6 Millionen Tonnen Öl oder 2,37 Millionen Barrel pro Tag gefördert, das US-Unternehmen ExxonMobil hingegen 87 Millionen Tonnen oder 2,33 Millionen Barrel pro Tag, berichtete die russische Zeitung „Wedomosti“ am Donnerstag.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte Rosneft seine Produktion demnach um 2,9 Prozent, und zwar vor allem dank einer Produktionssteigerung bei Juganskneftegas, dem ehemaligen Aushängeschild des zerschlagenen Yukos-Konzerns. Laut „Wedomosti“ erhöhte sich die Produktion der Juganskneftegas-Förderstätten in den vergangenen fünf Jahren um knapp 30 Prozent.

Beobachter betrachten Rosneft als verlängerten Arm des Kreml bei der Rückverstaatlichung der strategisch wichtigen Ölindustrie, die in den 90er Jahren weitgehend privatisiert worden war. 2004 zahlte Rosneft die damals geringe Summe von 9,35 Milliarden Dollar für Juganskneftegas - wenige Monate, nachdem Yukos-Chef Michail Chodorkowski wegen Betrugs und Steuerhinterziehung angeklagt worden war. Bei staatlich organisierten Aktionen kaufte Rosneft später weitere Aktivposten von Yukos für knapp 20 Milliarden Dollar, die den kleinen Anbieter zur Nummer eins in Russland werden ließen.

 

Von

afp

Kommentare (1)

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Till-Eulenspiegel

22.12.2011, 12:33 Uhr

Genial, das HB will ablenken


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Generalstreik legt Belgien lahm

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Donnerstag, 22. Dezember 2011, 9:17 Uhr
Belgien steht praktisch still. Die Gewerkschaften des öffentlichen Verkehrs sowie viele Beamtenverbände protestieren mit dem Generalstreik gegen die geplanten Sparmassnahmen der neuen Regierung.




Im nationalen Zugverkehr ging schon am Mittwoch zumindest im französischsprachigen Teil des Landes gar nichts mehr. Aber auch die Verbindungen Richtung Schweiz, Deutschland oder Frankreich waren teils bereits unterbrochen und heute Donnerstag fahren überhaupt keine Züge mehr.


Wer heute im Brüsseler Hauptbahnhof einen Zug erwischen will, wartet vergebens.


Auch die Eurostar-Züge, die Brüssel mit London verbinden, fallen alle aus. Die Firma riet den Reisenden, ihre Fahrt auf später zu verschieben. Während der Flughafen Brüssel-Zaventem am Morgen keine Probleme meldete, ging am Flughafen von Lüttich gar nichts mehr.

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