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17.06.2013

09:11 Uhr

Russland

Firmen-Privatisierung läuft langsamer als geplant

Große russische Unternehmen wie der Energieriese Rosneft werden langsamer als zunächst geplant privatisiert. Damit entgehen dem Staat Einnahmen in Milliardenhöhe. Neben Rosneft betrifft die Entwicklung weitere Firmen.

Rosneft-Chef Setschin, hier mit Russlands Präsident Putin, hat sich gegen Dmitri Medwedew durchgesetzt. Reuters

Rosneft-Chef Setschin, hier mit Russlands Präsident Putin, hat sich gegen Dmitri Medwedew durchgesetzt.

MoskauDie russische Regierung privatisiert nach einem Zeitungsbericht große Unternehmen wie den Energieriesen Rosneft langsamer als geplant. So werde ein 19,5-Prozent-Anteil an Rosneft nicht vor 2016 verkauft, meldete die Zeitung "Wedomosti" am Montag. Damit habe sich Konzernchef Igor Setschin gegen Ministerpräsident Dmitri Medwedew im Vorfeld eines internationalen Investorenkongresses in dieser Woche in St. Petersburg durchgesetzt. Nach den ursprünglichen Plänen des Wirtschaftsministeriums sollte der Rosneft-Anteil bereits dieses Jahr verkauft werden und 420 Milliarden Rubel (rund zehn Milliarden) Euro in die Staatskasse spülen.

Dem Bericht zufolge soll auch der Verkauf von Anteilen an dem Energiekonzern Zarubezhneft und der Bank VTB geprüft und auf später verschoben werden.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.06.2013, 09:42 Uhr

"Damit entgehen dem Staat Einnahmen in Milliardenhöhe."

Wirklich? Kurzfristig ja. Das schnelle Geld kann man nur mit Verramschen machen. Langfristig gesehen machen die Unternehmen ja Gewinne und die gehen in die Staatskasse, aber nur, solange sie dem Staat gehören.
Privatunternehmen bringen steuermäßig dagegen immer weniger. Die Steuer"spar"modelle führen dazu, das die Unternehmen kaum Steuern zahlen.

So gesehen ist es für den Staat langfristig besser nicht alles Tafelsilber zu verramschen.

Geht es dem Staat aufgrund dieser Einnahmen gut, kann er davon Infrastruktur, Sozialleistungen usw. bestreiten. Privatisierte Unternehmen nutzen nur wenigen.

Man sieht es in Deutschland. Dank der neoliberalen Politik wurde alles verramscht, oft weit unter Wert. Gebracht hat es dem Staat und den Kommunen nichts. Die Kommunen und der Staat sind Pleite. Die Reichen werden immer reicher.

paulruhe

17.06.2013, 11:44 Uhr

.....Putin hat sich gegen Demitri Medwedew durchgesetzt...

Putin ist nicht der starke Mann Russlands. Nein wirklich nicht. Das ist die Korruption.
In Sotschi sind 3 Mrd $ verschwunden. Diese werden von den putintreuen Oligarchen ersetzt. Dafür bekommen diese Steuervergünstigungen die dem Staat Russland wieder fehlen.
Putin wäre besser beraten die Anteile an Rosneft nicht zu verkaufen. Diese würden dann von diesen Oligarchen gekauft.

Armer Putin......
Er ist wirklich schwach.

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