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24.08.2012

10:51 Uhr

Russland

Siemens könnte Schnellzugauftrag verlieren

Der Plan: Besucher der Fußball-WM 2018 sollen in Schnellzügen von Siemens von Moskau nach St. Petersburg reisen. Die Realität: Bis 2015 steht das Projekt in keinem Haushaltsplan. Vermutlich wird es verworfen.

Der ICE 3 Velaro D. Ein ähnliches Modell sollte Siemens für die Schnellzugtrasse in Russland liefern. AFP

Der ICE 3 Velaro D. Ein ähnliches Modell sollte Siemens für die Schnellzugtrasse in Russland liefern.

DüsseldorfRussland spart sich Medienberichten zufolge zwei neue Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken. Die Milliardenprojekte der russischen Bahn RZD für eine Trasse zwischen den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 stehen vor dem Aus, wie die "Financial Times Deutschland" und die französische "La Tribune" am Freitag berichten.

Die Regierung habe kein Geld für Schnellstrecken von Moskau nach St. Petersburg und Jekaterinburg. Zumindest bis 2015 seien die Projekte nicht in die Haushaltsplanung eingeflossen, hieß es. Die Fußball-WM könne auch ohne Hochgeschwindigkeitszüge ausgetragen werden, wird ein Sprecher von Vizepremier Igor Schuwalow zitiert.

Zugtechnikanbieter wie Siemens, Alstom und Hyundai hatten sich Hoffnungen auf den Bau der Strecken und der zugehörigen Züge gemacht, die jetzt geplatzt sein dürften. Allerdings betonte ein Siemens-Sprecher, die Ausschreibung für die Projekte habe ohnehin noch nicht begonnen.

Russland ist für Siemens ein wichtiger Markt und die RZD seit Jahren ein guter Kunde. Erst im Dezember 2011 hatte die russische Bahngesellschaft acht Hochgeschwindigkeitszüge des Typs Velaro RUS bei Siemens bestellt. Inklusive des Instandhaltungsvertrages für 30 Jahre belief sich der Auftrag nach Unternehmensangaben auf ein Volumen von 600 Millionen Euro.

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Von

rtr

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