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17.06.2011

17:48 Uhr

RWE

Drastische Kürzungen bei Revision von Biblis A

Der Essener Energieversorger RWE will nach dem beschlossenen Atomausstieg bei den Kosten für die geplante Generalüberholung des stillgelegten Meilers Biblis A kräftig sparen.

Die Kosten für die Revision sinken nach dem beschlossenen Atomausstieg um mehr als die Hälfte. Quelle: dpa

Die Kosten für die Revision sinken nach dem beschlossenen Atomausstieg um mehr als die Hälfte.

DüsseldorfDer Energiekonzern RWE spart sich einen Teil der Wartungskosten seines vor dem Aus stehenden Meilers Biblis A. „Wir sind im Moment dabei, Aufträge zu kündigen“, sagte eine Sprecherin von RWE Power am Freitag. Dabei gehe es unter anderem um Nachrüstungen, die für die Stromerzeugung notwendig wären, zu der es wegen des Atomausstiegs jetzt nicht mehr kommt. RWE hat für die Anlage eine Revision vom 17. Juni bis Ende des Jahres geplant. Die Kosten seien ursprünglich auf über 200 Millionen Euro beziffert worden. Die Summe werde nun nicht mal halb so hoch ausfallen.

Schon nach der Stilllegung der Anlage in Hessen im Zuge des Atom-Moratoriums Mitte März seien Planungsaufträge angehalten worden, erläuterte die Sprecherin. Alle für die Sicherheit relevanten Wartungsarbeiten würden selbstverständlich erledigt.

Ein Wechsel der Brennelemente sei nicht geplant gewesen, da das Kraftwerk noch Ende 2010 neu bestückt worden war.

RWE muss im Zuge des Atomausstiegs Biblis A und B für immer stilllegen. Bei Block B wird in Kürze die seit Ende Februar laufende Revision abgeschlossen. „Die Arbeiten gehen noch zu Ende“, sagte die RWE-Sprecherin.

Damit bleibt Block B anders als A einsatzbereit für den Fall, dass die Bundesregierung einen der acht abgeschalteten Meiler in Reserve halten will. Die Bundesnetzagentur prüft derzeit, ob diese für eine Übergangszeit notwendig sein könnte, um Engpässe in der Stromversorgung zu vermeiden. In Frage kämen dafür auch Atomkraftwerke in Süddeutschland E.ON und EnBW.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Nachwuchs

17.06.2011, 18:58 Uhr

Jede andere Entscheidung wäre Schwachsinn!!! Geldvernichtung für Frau Merkel ist nicht vertretbar gegenüber den Mitarbeitern°!

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