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21.09.2011

13:35 Uhr

Saab

Gericht genehmigt Gäubigerschutz für Saab

VonHelmut Steuer

Der schwedische Autohersteller hat in letzter Sekunde den Konkurs verhindern können. Ein Gericht gab dem Antrag auf Gläubigerschutz statt. In der ersten Instanz hatte ein anderes Gericht den Antrag noch abgelehnt.

Erfolgserlebnis für Saab: Ein Berufungsgericht gewährte jetzt den Gläubigerschutz. dpa

Erfolgserlebnis für Saab: Ein Berufungsgericht gewährte jetzt den Gläubigerschutz.

StockholmDer vor der Pleite stehende schwedische Autohersteller Saab kann neue Hoffnung schöpfen: Ein Gericht in Göteborg hat den von Saab beantragten Gläubigerschutz in zweiter Instanz genehmigt. Damit kann der schwer angeschlagene Auto-Produzent den bevorstehenden Konkurs zunächst verhindern.

In erster Instanz hatte das Amtsgericht in im westschwedischen Vänersborg den Antrag auf Gläubigerschutz zunächst abgelehnt. Dagegen hatte Saab Berufung eingelegt, der nun stattgegeben wurde.
Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass es durchaus Chancen für einen Neustart der einstigen Kultmarke sieht. Zwei Gewerkschaften und ein Zulieferer hatten in der vergangenen Woche Konkursanträge gegen Saab gestellt.

Bei dem kleinen schwedischen Autohersteller stehen wegen der akuten Liquiditätsengpässe seit April die Bänder still. Mehrere Zulieferer hatten wichtige Bauteile wegen unbezahlter Rechnungen als Pfand zurückbehalten. Die rund 3600 Saab-Mitarbeiter warten noch immer auf ihren August-Lohn. Bereits im Juni und Juli hatte Saab die Löhne für seine insgesamt 3600 Mitarbeiter nicht pünktlich auszahlen können.

Saab, das 2010 von dem damals selbst angeschlagenen Mutterkonzern General Motors (GM) an den mittlerweile in Swedish Automobile umbenannten niederländischen Sportwagenhersteller Spyker verkaufte wurde, hat bislang knapp 760 Millionen Euro Schulden bei mehr als 1600 Gläubigern. Ein Teil der Fabrikgebäude ist bereits verkauft, so dass auch sie nicht mehr zu Geld gemacht werden können.

Kommentare (1)

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Rudolf

21.09.2011, 14:10 Uhr

Wie kann man nur derartige Vergleiche von Zulassungszahlen als normale Aussage über das Interesse am Produkt darstellen wollen? Ihr habt doch sicherlich mitbekommen, dass nach dem GM-Desaster das normale "Tagesgeschäft" für SAAB noch nicht wieder hergestellt werden konnte und nicht zuletzt durch einige unseriöse Presseberichte die öffentliche Wahrnehmung der SAAB-Automobile kaum noch vorhanden war.

Bitte nicht weiter so, liebe Presse-Leute!

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