Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.02.2015

13:25 Uhr

Saab zittert weiter

Eigner von Saab brauchen mehr Zeit für Rettung

Saab schuldet seinen Zulieferern rund 53 Millionen Euro. Die Rettung des Unternehmens hängt weiterhin am seidenen Faden. Nun bitten die Eigner des Autobauers erneut um einen zeitlichen Aufschub.

Das Saab-Werk im schwedischen Trollhättan produziert bereits seit Mai 2014 keine Autos mehr. ap

Keine Autos seit Mai

Das Saab-Werk im schwedischen Trollhättan produziert bereits seit Mai 2014 keine Autos mehr.

TrollhättanDie Eigner des maroden Autobauers Saab haben ein schwedisches Gericht um noch mehr Zeit für die Rettung des Unternehmens gebeten. Das chinesische Konsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs) beantragte am Donnerstag eine weitere Verlängerung des Gläubigerschutzes. Erst im Dezember hatte das Gericht den Saab-Eignern einen Aufschub von drei Monaten gewährt. Die Frist für Nevs, neue Investoren zu präsentieren, läuft am 2. März ab.

Im schwedischen Trollhättan rollen schon seit dem vergangenen Mai keine Autos mehr vom Fließband. Die Sanierung des Unternehmens, das seinen Zulieferern fast eine halbe Milliarde schwedische Kronen (rund 53 Millionen Euro) schuldet, läuft seit August. Nach eigenen Angaben verhandelt Nevs seit längerem mit zwei großen asiatischen Autobauern.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Teil des neuen Gerichtsantrags sei ein Vorschlag, einige der Schulden zurückzuzahlen, erklärte Nevs. Ein Gläubigerausschuss unterstütze die Verlängerung, sagte der gerichtlich bestellte Verwalter Lars Eric Gustafsson. Vor einer Woche hatte Nevs einige der Gläubiger um einen Schuldenerlass gebeten, um die Verhandlungen mit den Autoherstellern zu einem Abschluss bringen zu können.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×