Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.05.2014

15:24 Uhr

Sächsische Batterie-Tochter

Daimler denkt über die Schließung von Li-Tec nach

Bei Li-Tec in Sachsen werden die Batterien für den Elektro-Smart produziert, doch Verluste geschrieben – deswegen erwägt die Mutter Daimler offenbar die Schließung. Die Batterien sollen künftig aus Korea kommen.

Das Nachfolgemodell vom Elektro-Smart soll mit Batterien von LG laufen. Bedeutet das das Aus für Li-Tec? dapd

Das Nachfolgemodell vom Elektro-Smart soll mit Batterien von LG laufen. Bedeutet das das Aus für Li-Tec?

StuttgartDaimler denkt laut einem Pressebericht über ein Ende seiner Verluste schreibenden Batterie-Tochter Li-Tec nach. Wie das „Manager Magazin“ unter Berufung auf Konzernkreise schreibt, könnte das Werk für Akkuzellen im sächsischen Kamenz geschlossen werden. Derzeit werde dort nur für den Elektro-Smart produziert – das für 2016 geplante Nachfolgemodell solle aber Batterien vom koreanischen Elektronikkonzern LG bekommen. Ein Daimler-Sprecher erklärte, bei Li-Tec verlaufe alles nach Plan und erwartungsgemäß. Man arbeite an einem Konzept für die künftige Aufstellung der Tochter.

Laut „Manager Magazin“ könnte ein Teil der 360 Li-Tec-Mitarbeiter im Fall einer Schließung beim Schwesterunternehmen Accumotive in Kamenz unterkommen. Dort werden die Zellen von Li-Tec aber auch von anderen Zulieferern zu fertigen Batterien verarbeitet. Dieses Unternehmen ist laut dem Bericht nicht gefährdet.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Erst im April hatte der Autobauer seinem Partner Evonik dessen Li-Tec-Anteile abgekauft. 2012 hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von rund 25 Millionen Euro knapp 50 Millionen Verlust geschrieben. Auch für 2013 und das laufende Jahr hatte Li-Tec im Mai 2013 noch keine schwarzen Zahlen in Aussicht stellen können. Dem Bericht zufolge sollte das Werk jährlich Akkuzellen für 30 000 Autos herstellen - die Aufträge hätten dieses Niveau aber nie erreicht.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×