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15.01.2016

01:55 Uhr

Salzgitter

Stahlkonzern hält an Prognose für 2015 fest

Salzgitter bleibt bei seiner Prognose für das abgelaufene Jahr. Dank Rückstellungen erwartet der Stahlkonzern trotz eines Steuerurteils des Bundesfinanzhofs Gewinne vor Steuern im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Ein Mitarbeiter begutachtet im Stahlwerk in Salzgitter ein Coil: Das Unternehmen hält an die Prognose für Jahr 2015 fest. dpa

Salzgitter AG

Ein Mitarbeiter begutachtet im Stahlwerk in Salzgitter ein Coil: Das Unternehmen hält an die Prognose für Jahr 2015 fest.

BerlinDer Stahlkonzern Salzgitter hält trotz eines Steuerurteils des Bundesfinanzhofs (BFH) an seiner Prognose für 2015 fest. Infolge einer weitgehenden Deckung durch Rückstellungen werde das Ergebnis des Konzerns vor Steuern (EBT) nach einer ersten Einschätzung zwar mit rund 15 Millionen Euro belastet werden, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstagabend in einer Pflichtveröffentlichung mit. Dennoch erwarte Salzgitter weiterhin einen Gewinn vor Steuern im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Salzgitter rechne mit einem Steuermehraufwand von rund 25 Millionen Euro.

Der BFH hatte vor kurzem entschieden, Dividendenerträge, die der Entleiher bei einer Wertpapierleihe erzielt hat, unter bestimmten Umständen nicht als steuerfrei anzusehen. Dies gilt für alle noch nicht abgeschlossenen Steuerjahre.

Bisher hatten die Finanzbehörden solche Erträge als steuerbefreit behandelt. Salzgitter habe in der Vergangenheit auch von dem Instrument der Wertpapierleihe Gebrauch gemacht. Daher sei der Konzern voraussichtlich von dieser neuen Rechtsprechung betroffen. Salzgitter hatte aus Vorsicht sowohl für etwaige nachträgliche Steuerzahlungen als auch für damit verbundene Zinszahlungen Rückstellungen gebildet.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Von

rtr

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