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27.01.2005

13:39 Uhr

Sanierungspaket wird morgen präsentiert

Mitsubishi-Maschinenbau übernimmt Motorsparte

Bei der neuen Milliardenhilfe für den angeschlagenen japanischen Autobauer Mitsubishi Motors (MMC) zeichnet sich eine Führungsrolle des Maschinenbauers Mitsubishi Heavy ab.

bas TOKIO. Einem japanischen Zeitungsbericht zufolge will der Maschinenbauer seinen Anteil an MMC über den Kauf neuer Stammaktien steigern und das Unternehmen als Tochter konsolidieren. Mitsubishi Heavy dementierte den Bericht nicht, sondern ließ lediglich verlauten, noch sei nichts entschieden. Allerdings hat der Maschinenbauer, der MMC erst 1970 als eigenständigen Autobauer ausgründete, für morgen zu einer Pressekonferenz zum Thema Mitsubishi geladen – just am gleichen Tag, an dem MMC sein zweites Rettungspaket innerhalb eines Jahres präsentiert. Es wird auf umgerechnet 1,5 bis 3,7 Mrd. Euro geschätzt.

Das MMC-Topmanagement soll den Berichten zufolge nur wenige Monate nach seinem Antritt erneut ausgewechselt werden. Mitsubishi Heavy Chairman Takashi Nishioka werde das gleiche Amt bei MMC übernehmen, heißt es. Auch diese Berichte werden im Gegensatz zu einigen Tagen zuvor mittlerweile nicht mehr dementiert. MMC-Präsident soll den Berichten zufolge der vom Mitsubishi Handelshaus zu MMC entsandte Osamu Masuko werden.

Der japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai zufolge steht bereits fest, dass Mitsubishi Heavy für gut 370 Mill. Euro (50 Mrd. Yen) neue Stammaktien kaufen und seinen Anteil an MMC damit von derzeit 8,3 Prozent auf 15 Prozent steigern werde. Zusätzlich erwäge das Unternehmen, weitere Vorzugsaktien an MMC in Stammaktien umzuwandeln.

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