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31.10.2011

13:10 Uhr

Sanierungsplan

Saab will Mitarbeiterzahl reduzieren

Die chinesischen Käufer legten den Geschäftsplan für Saab vor, demzufolge der Pleite-Autobauer ab 2014 wieder Gewinn machen soll. Dafür soll unter anderem die Belegschaft um 500 Mitarbeiter schrumpfen.

Saab gehörte bis Anfang vergangenen Jahres zum US-Konzern General Motors. dpa

Saab gehörte bis Anfang vergangenen Jahres zum US-Konzern General Motors.

Stockholm/PekingDer fast pleitegegangene Autobauer Saab will mit Hilfe massiver Investitionen aus China ab 2014 Gewinne einfahren. Wie der zuständige Zwangsverwalter Guy Lofalk am Montag im schwedischen Vänersborg mitteilte, investieren der Autohersteller Youngman und das Großhandelsunternehmen Pang Da bis 2012 umgerechnet 610 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Modelle und eine Saab-Verkaufsoffensive in China.

Hinzukommen sollen 50 Millionen Euro Soforthilfe für den Neustart der Produktion im Stammwerk Trollhättan sowie ein Kredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) über 63 Millionen Euro. Wegen Schulden und Geldmangels liegt die Saab-Produktion schon seit April still.

Vorerst haben Youngman und Pang Da nur eine Absichtserklärung für den Kauf der um ihre Existenz kämpfenden Edel-Marke unterzeichnet. Der Übernahme müssen noch Behörden in China und Schweden, die EIB sowie der frühere Saab-Eigner General Motors (GM) zustimmen.

Die Chinesen selbst nannten deutlich niedrigere Zahlen für den geplanten Einstieg: Die Investitionen würden 2,5 Milliarden Yuan, (280 Millionen Euro) nicht übersteigen. Davon trage Pang Da nicht mehr als umgerechnet 112 Millionen Euro, hieß es in einer Mitteilung des großen Autohändlers an der Aktienbörse Shanghai. Pang Da beantragte die Aussetzung des Handels mit seinen Aktien für fünf Tage. Als Grund wurden Ungewissheiten im Zusammenhang mit dem Kauf genannt.

Für eine Gläubigerversammlung in Vänersborg reichte Zwangsverwalter Lofalk einen „Vorläufigen Rekonstruktionsplan“ ein. Darin nannte er als wichtigstes Element für eine „Zukunft auf solider Basis“, dass Saab mit den neuen Eignern sofort Zugang zu China als dem am schnellsten wachsenden Automarkt der Welt habe. Lehnen die Gläubiger der Pleitefirma den Geschäftsplan ab, wird der Insolvenzschutz wohl aufgehoben und Saab zerschlagen.

Kommentare (1)

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KlausRiedeberger

31.10.2011, 10:11 Uhr

Ob die neuen Eigner wohl die Gunst der Stunde eines Neuanfangs nutzen, um ein Auto für den Normalbürger zu entwickeln und zu bauen? Ein Auto, das nicht mit PS, Luxus und elektronischem Wahnsinn strotzt, sondern schlicht ein zuverlässiges Beförderungsmittel darstellt. Ein Auto, das einen weiten Griff in die Zukunft wagt, indem es alternative Antriebsenergien ausnutzt. Ein modernes Auto für Jedermann. Warten wir's ab.

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