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16.03.2011

13:46 Uhr

Satellitenbauer OHB

Gewinne anstatt Skandale

Nach der Wikileaks-Affäre und der Entlassung eines Top-Managers gibt es endlich wieder positive Meldungen vom Satellitenbauer OHB. Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo bescherte ein deutliches Umsatzplus.

Viel zu tun: Aufträge im Wert von 1,6 Milliarden Euro füllen die Auftragsbücher von OHB. Quelle: dpa

Viel zu tun: Aufträge im Wert von 1,6 Milliarden Euro füllen die Auftragsbücher von OHB.

Bremen Der Umsatz stieg um 48 Prozent auf rund 425 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch auf seiner Bilanzpressekonferenz mitteilte. Auch der Kauf des italienischen Raumfahrtunternehmen Carlo Gavazzi Space trug zu der Steigerung bei. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um rund neun Prozent auf 22,7 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand allerdings ein schlechteres Ergebnis als 2009: Der Jahresüberschuss sank von 14,9 auf 9,7 Millionen Euro. Grund dafür sind Sondereffekte aus dem Verkauf eines Testanlagenbauers für die Autoindustrie, der 2009 zusätzliches Geld in die Kasse spülte.

Mit knapp 207 Millionen Euro erwirtschafte der Konzern fast die Hälfte seines Umsatzes im Bereich Raumfahrtsysteme und Sicherheit, zu dem auch das Millionengeschäft mit Galileo gehört. Im Auftrag von EU und der Europäischen Weltraumbehörde ESA baut OHB 14 der 30 geplanten Navigationssatelliten. Dafür erhält das Unternehmen 566 Millionen Euro.

Für 2011 rechnet OHB mit einem weiteren Wachstum. Aufträge mit einem Wert von 1,6 Milliarden Euro (Stand Ende 2010) würden eine hohe Planungssicherheit geben, hieß es. Das EBIT werde im laufenden Jahr auf mehr als 27 Millionen Euro steigen.

Von

dpa

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