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02.09.2013

21:07 Uhr

Saudi-Arabien

Milliardenprojekt von EADS verzögert sich

ExklusivDas Grenzsicherungssystem in Saudi-Arabien wird nicht im nächsten Jahr fertig. Die EADS-Tochter Cassidian benötigt zwei weitere Jahre für den Aufbau. Grund sind unter anderem die veränderten Kundenwünsche.

EADS hat 2009 vom saudischen Innenministerium den Auftrag für den Aufbau des weltweit größten integrierten Grenzsicherungssystems erhalten. dapd

EADS hat 2009 vom saudischen Innenministerium den Auftrag für den Aufbau des weltweit größten integrierten Grenzsicherungssystems erhalten.

MünchenDie EADS-Tochter Cassidian braucht mehr Zeit für den Aufbau des Grenzsicherungssystems in Saudi-Arabien als bislang geplant. Nach Informationen des Handelsblattes (Dienstagausgabe) aus Unternehmenskreisen dürfte die ursprünglich für 2014 angepeilte Übergabe des zwei Milliarden Dollar teuren Projektes um zwei Jahre verzögern. Grund dafür sind veränderte Kundenwünsche und technische und organisatorische Schwierigkeiten bei der Sicherung der 9000 Kilometer langen saudischen Außengrenzen.

Die EADS-Tochter Cassidian erklärte auf Anfrage einerseits zwar, im Zeitplan zu liegen. Andererseits werde dieser aber „mit Kunden gemeinsam entwickelt und in der Projektphase permanent angepasst“. Details des Auftrags würden auf Wunsch des Kunden vertraulich behandelt.

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Über eine Namensänderung wurde schon spekuliert, nun baut der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS offenbar auch seine Struktur um. Insidern zufolge will der Konzern Geschäftszweige an bestimmten Standorten bündeln.

EADS hat 2009 vom saudischen Innenministerium den Auftrag für den Aufbau des weltweit größten integrierten Grenzsicherungssystems erhalten. Die Übergabe des Systems aus Radaren, Wärmebildsensoren und Kommandostellen wurde damals auf 2014 festgelegt. Die finanziellen Auswirkungen der Verzögerungen sind noch unklar. Der Cassidian Mutterkonzern EADS hatte im jüngsten Quartalsbericht die Investoren auf mögliche Belastungen vorbereitet. Die Grenzsicherungssysteme bergen „Herausforderungen im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Umsetzung“ schrieb der Konzern Ende Juli.

Von

fas

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