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16.04.2014

18:50 Uhr

Scania-Übernahme

Investor AB lässt VW abblitzen

Die nächste Abfuhr für VW: Auch der Minderheitsaktionär AB lehnt das Übernahmeangebot für den Lkw-Bauer Scania ab. Eine Vereinigung, die vor allem Kleinaktionäre vertritt, spricht sich dagegen für den Verkauf aus.

VW will vollen Durchgriff bei dem schwedischen Konzern, um aus den beiden Lkw-Töchtern Scania und MAN eine schlagkräftige Allianz zu schmieden. dpa

VW will vollen Durchgriff bei dem schwedischen Konzern, um aus den beiden Lkw-Töchtern Scania und MAN eine schlagkräftige Allianz zu schmieden.

StockholmMit dem Investor AB hat ein weiterer Scania -Minderheitsaktionär die Übernahmeofferte von VW für den Lkw-Bauer abgelehnt. Der Investor folge damit der Empfehlung einer unabhängigen Kommission des Scania-Verwaltungsrates, das Angebot auszuschlagen, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Holding, die zum Imperium der schwedischen Milliardärsfamilie Wallenberg gehört.

VW besitzt die Mehrheit an Scania und will sich für umgerechnet 6,7 Milliarden Euro die restlichen Anteile sichern. Mehrere Scania-Minderheitsaktionäre hatten die Offerte bereits als zu niedrig abgelehnt.

Die Vereinigung Aktiespararna, die vor allem Kleinaktionäre vertritt, hatte den Anteilseignern am Mittwoch dagegen die Annahme der VW-Offerte empfohlen. Die Zustimmung zu der Offerte sei das geringere Übel. Die Scania-Aktien notierten mit rund 185 Kronen deutlich unter dem Preis der Offerte. Börsianer gehen davon aus, dass VW nicht die nötige Zustimmung dafür erhalten wird. „Nein zu sagen und einen Rückgang des Aktienkurses auf Stände von 130 bis 140 Kronen zu riskieren, ist nicht verlockend“, mahnte Aktiespararna-Chef Carl Rosen.

Die größten Lkw-Bauer der Welt

Platz 10

Weichai Power - Shaanxi (China) - 104.100 neu zugelassene Fahrzeuge in 2013

Die Sinotruk-Tochter gehörte zu den ersten Firmen, die in China Dieselmotoren produzierte. In Deutschland wurde das Unternehmen durch seinen Einstieg beim Gabelstaplerhersteller Kion bekannt.

Quelle: IHS Automotive

Platz 9

Tata (Indien) - 133.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Mutterkonzern von Jaguar und Land Rover gehört auch im Nutzfahrzeugbereich zu den ganz Großen. Insbesondere im Heimatmarkt spielt das Unternehmen eine führende Rolle.

Platz 8

BAIC - Foton (China) - 136.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Daimlers Schlüssel zum chinesischen Markt ist auch die Kooperation mit den Chinesen. Mit dem Lkw-Bauer Foton, der zum Reich von BAIC gehört, betreiben die Stuttgarter seit 2012 das Joint-Venture BFDA.

Platz 7

Paccar (USA) - 139.200 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Hersteller aus Bellevue, Washington, baute im Zweiten Weltkrieg noch Panzer. Durch mehrere Übernahmen gehören die Amerikaner zu den Weltmarktgrößen im Lkw-Bereich.

Platz 6

CNHTC - Sinotruk (China) - 150.800 neu zugelassene Fahrzeuge

Der hinesische Lkw-Produzent beherrscht rund 20 Prozent des heimischen Marktes. Seit 2009 hält der deutsche Lkw-Bauer MAN 25 Prozent an den Chinesen.

Platz 5

Volvo Trucks (Schweden) - 177.200 neu zugelassene Fahrzeuge

Aus Göteborg in die Welt: Bei den ganz schweren Jungs gehören die Schweden zu den größten in Europa. Seit 2011 werden die Volvo Lastwagen auch in den USA gebaut.

Platz 4

Volkswagen (Deutschland) - 178.500 neu zugelassene Fahrzeuge

Mit den Marken MAN und Scania unter ihrem Dach schaffen es die Wolfsburger im weltweiten Vergleich auf die oberen Ränge. Geht es nach den Plänen des Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch soll das Duo die Weltspitze erobern.

Platz 3

First Automotive Works (China) - 180.800 neu zugelassene Fahrzeuge

Mit mehreren internationalen Herstellern unterhalten die Chinesen Joint Ventures, darunter Volkswagen und Toyota. Auch bei den Lastwagen gibt der Konzern, der einst mit sowjetischer Hilfe aus der Taufe gehoben wurde, den Ton an.

Platz 2

Dongfeng (China) - 264.400 neu zugelassene Fahrzeuge

Der Ostwind, wie die Marke übersetzt heißt, bläst weiter kräftig. Im Segment der mittelgroßen Lkw beherrscht das Unternehmen den wachsenden Heimatmarkt. Nur ein Konzern verkauft noch mehr Lastwagen.

Platz 1

Daimler (Deutschland) - 355.000 neu zugelassene Fahrzeuge

Neue Modelle geben dem Marktführer neuen Rückenwind - auch weil die Stuttgarter mit ihren internationalen Marken Freightliner, Fuso und Barat Benz auch international gut aufgestellt sind.

VW will vollen Durchgriff bei dem schwedischen Konzern, um aus den beiden Lkw-Töchtern Scania und MAN eine schlagkräftige Allianz zu schmieden. Dabei sind dem Konzern die Scania-Minderheitsaktionäre ein Dorn im Auge. Das schwedische Gesetz räumt ihnen vergleichsweise starke Rechte ein.

Von

rtr

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