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21.09.2014

21:11 Uhr

Scania und MAN

VW zieht Vorteile aus Kooperation

Sie gingen lange nicht sinnvoll zusammen: Die VW- Lastwagentöchter MAN und Scania. Nun haben sich die Wolfsburger den Zugriff auf die Schweden komplett gesichert. Auf der IAA präsentiert VW die ersten Früchte der Mühen.

Die konfrontative Haltung der Karosserien steht sinnbildlich für die Probleme bei VW, seine Töchter Scania und MAN sinnvoll zu verknüpfen. Nun soll es besser werden. dpa

Die konfrontative Haltung der Karosserien steht sinnbildlich für die Probleme bei VW, seine Töchter Scania und MAN sinnvoll zu verknüpfen. Nun soll es besser werden.

Södertälje/ MünchenDer Volkswagen-Konzern fährt erste Erfolge aus der im Sommer geglückten Komplettübernahme seiner schwedischen Nutzfahrzeugtochter Scania ein. Die Schweden und die zweite Lkw-Tochter unter VW-Dach, MAN aus München, haben eine Zusammenarbeit bei Getrieben besiegelt. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa in Hannover am Wochenende aus Branchenkreisen.

Die teuren Herzstücke der Fahrzeuge sind ein erheblicher finanzieller Hebel. Durch die Kooperation sollen ab 2016 insgesamt bis zu 500 Millionen Euro eingespart werden - gerechnet über den mehrjährigen Zeitraum der Getriebegeneration. Es handele sich um das zentrale Vorzeigeprojekt der aktuellen Bemühungen für die bessere Verzahnung der Partner, berichteten die Kreise. Scania und MAN wollen den Plan Anfang der Woche auf der Messe IAA vorstellen.

VW hatte Scania im Sommer für fast sieben Milliarden Euro komplett geschluckt. Zuvor waren gemeinsame Sparbemühungen an mehreren Punkten unmöglich. Das lag einerseits an rechtlichen Hürden, wonach sich die beiden Nutzfahrzeugspezialisten trotz der Allianz im selben Konzern keine Freundschaftspreise machen durften. Andererseits fehlte den Wolfsburgern schlicht der volle Durchgriff auf die Schweden, der mit dem Herauskaufen der restlichen Minderheitsaktionäre nun möglich ist.

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Details der Kooperation waren zunächst noch unklar. Die größte Lkw-Getriebekompetenz im VW-Konzern liegt bei Scania. Fest steht, dass MAN bisher bei den Getrieben auch auf Zulieferer setzt. Ein Konzernsprecher wollte die dpa-Informationen nicht kommentieren.

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