Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.08.2012

18:11 Uhr

Schaden an Mercedes-Autos

Defekte Teile kosten Daimler halbe Milliarde

Der Autobauer Daimler hat in den Jahren 2008 und 2009 mehr als eine halbe Milliarde Euro wegen defekter Motorteile verloren. Mitverantwortlich war Zulieferer Delphi. Jetzt verhandeln beide über die Kostenaufteilung.

Vor allem C- und E-Klassen waren von den Schäden betroffen. dapd

Vor allem C- und E-Klassen waren von den Schäden betroffen.

StuttgartWegen defekter Motorteile an Mercedes-Fahrzeugen ist dem Autobauer Daimler einem Bericht zufolge ein hoher Schaden entstanden. Mehr als 300.000 Mal mussten Mercedes-Kunden in den vergangenen Jahren die Werkstatt aufsuchen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete. „Es handelt sich um Probleme, die vor allem in den Jahren 2008 und 2009 aufgetreten sind“, sagte Daimler-Sprecher Jörg Howe am Freitag in Stuttgart. Diese Probleme seien längst behoben. Betroffen waren laut Zeitung ganz überwiegend Modelle der C- oder E-Klasse.

Der Schaden beläuft sich der Zeitung zufolge auf mehr als eine halbe Milliarde Euro. Zur Schadenssumme wollte Howe keine Angaben machen. Es stimme aber, dass sich der Hersteller der defekten Injektoren, der amerikanische Autozulieferer Delphi, an den Kosten beteilige.

Dem Bericht zufolge hat sich Delphi schon mit 100 Millionen Euro an den entstandenen Kosten beteiligt. Wie die Aufteilung letztlich ausfalle, sei noch Verhandlungssache. Inzwischen gebe es keine Probleme mehr mit dem 4-Zylinder-Diesel-Motor. Allein im vergangenen Jahr habe Mercedes mehr als 400.000 Autos mit diesem Diesel-Motor verkauft.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

31.08.2012, 18:26 Uhr

Wieso läßt ein deutsches Unternehmen wie Daimler sich von einem amerikanischen Unternehmen wie Delphie Teile produzieren. Man weiß doch um die Qualität von US Produkten. Bei diesen US-Unternehmen zählt nur der schnelle Dollar, Qualität und Nachhaltigkeit sind zweit- und drittrangig. Es gibt doch bestimmt auch deutsche Zulieferer welche diese Teile herstellen könnten mit einer besseren Qualität. Und selbst wenn diese Teile etwas teurer sind spart das am Ende immer noch viel Geld. Schlimmer ist doch noch daß eine Firma wie Daimler sich den Ruf ruiniert, das passiert nämlich bei Daimler mit diesen Billiglieferanten. Ich fahre selber einen Daimler und weiß von was ich spreche.

Nachwuchs

31.08.2012, 18:44 Uhr

Das ist Made in Germany, wie es sich das Daimler-Management wünscht und fordert. Nach meiner Meinung nur die Folge, wenn man keine Stammbelegschaft mehr haben will, sondern nur noch Leiharbeiter, Aushilfen, 1 Euro Jobber usw.. Hautsache das Management kann Milliarden im Ausland vorsätzlich vernichten und nimmt sich dafür noch Boni.

lcd

31.08.2012, 19:25 Uhr

Mal abgesehen davon, das diese Motoren von der MDC Power GmbH in Thüringen gebaut werden.
Es wird nur ein kleiner Teil in Untertürkheim gebaut.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×