Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.01.2004

22:49 Uhr

Schaden soll ein Prozent des italienischen Bruttosozialproduktes betragen

Parmalat-Untersuchung auf Citigroup ausgeweitet

Unter dem Verdacht der Geldwäsche ist nach Angaben aus Justizkreisen die Frau des ehemaligen Parmalat-Finanzchefs Fausto Tonna laut einem Fernsehbericht unter Hausarrest gestellt worden. Donatella Alinovi habe in Parma von einem Konto etwa 900 000 Euro abgehoben, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender RAI am Mittwochabend. Die Fahnder der Finanzbehörden, die das Konto überwacht hätten, hätten anschließend zwei Schecks über diesen Gesamtbetrag sichergestellt.

HB MAILAND. Die Ermittler gehen davon aus, dass der an Silvester verhaftete Tonna die Schlüsselfigur im Betrugsskandal um die achtgrößte italienische Industriegruppe ist. Im Zuge ihrer Ermittlungen beschlagnahmte die Steuerfahndung Justizkreisen zufolge Unterlagen des zum weltgrößten Finanzinstitut Citigroup gehörenden Unternehmens Eureka. Alinovi lebte unter Hausarrest in der norditalienischen Stadt Parma. Bei der Festnahme seien auf sie ausgestellte Geldanweisungen im Wert von einer Million Euro sicher gestellt worden. Alinovis Mann wird vorgeworfen, jahrelang versucht zu haben, Verluste bei Parmalat zu verschleiern. Tonna selbst hat erklärt, auf Anweisung von Firmengründer Calisto Tanzi gehandelt zu haben.

Die Steuerfahndung beschlagnahmte Dokumente in Eureka-Büros in Mailand, wie aus Justizkreisen verlautete. Das zur Citigroup gehörende Unternehmen ist auf die Absicherung von Forderungen spezialisiert. Citigroup erklärte in London, den Ermittlern in Mailand seien Unterlagen ausgehändigt worden, die den Betrugsvorwurf des Finanzinstituts gegen Parmalat untermauerten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×