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13.12.2012

13:44 Uhr

Schadensersatz

Deutsche Bahn will Schienenkartell verklagen

Den am Schienenkartell beteiligten Unternehmen drohen millionenschwere Strafgelder. Nach den gescheiterten Vergleichsverhandlungen will die Deutsche Bahn das Kartell auf eine Dreiviertelmilliarde Euro verklagen.

Sowohl ThyssenKrupp als auch die Unternehmen Voestalpine und Stahlberg Roensch sollen von der Klage betroffen sein. dapd

Sowohl ThyssenKrupp als auch die Unternehmen Voestalpine und Stahlberg Roensch sollen von der Klage betroffen sein.

HamburgDie Deutsche Bahn will sich von den Kartellmitgliedern der sogenannten Schienenfreunde offenbar vor Gericht mehr als eine Dreiviertelmilliarde Euro zurückholen. Dazu werde der Staatskonzern noch vor Weihnachten eine Schadenersatzklage einreichen, meldet das „Manager Magazin" vorab unter Berufung auf unterrichtete Kreise.

Die Klage soll sich gegen die Unternehmen ThyssenKrupp, Voestalpine, Stahlberg Roensch sowie gegen Constantin Stahlberg, den ehemaligen Besitzer von Stahlberg Roensch, richten. Ein Bahn-Sprecher wollte den Bericht am Donnerstag auf dapd-Anfrage nicht kommentieren.

Alle Beteiligten würden auf die komplette Summe verklagt, da sie gesamtschuldnerisch haften, hieß es in dem Bericht weiter. Die Bahn sehe sich zu dem Schritt gezwungen, da insbesondere ThyssenKrupp in den vergangenen Wochen kein Vergleichsangebot gemacht habe.

Schienenkartell: Bahn und Thyssen-Krupp wussten von Absprachen

Schienenkartell

exklusivBahn und Thyssen wussten von Absprachen

Die Bahn wusste offenbar schon länger von einem Schienenkartell als bislang bekannt.

Die "Schienenfreunde" hatten zwischen 2001 und 2011 Mengen und Preise von Schienenlieferungen an die Bahn abgesprochen. Im Juli hatte das Bundeskartellamt Bußgelder verhängt, das höchste mit 103 Millionen Euro gegen ThyssenKrupp.

Von

dapd

Kommentare (2)

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millionensommer

13.12.2012, 15:19 Uhr

die deutsche bahn,deren manager zum teil schon seit dem jahr 2000 bescheid wußten,wird zumindest im fall thyssen krupp auf die schnauze fallen,da sie stillschweigend übereinkam transport gegen überteuer.

wer andern einen grube anträgt fällt rein...

An_Interested_Reader

14.12.2012, 08:50 Uhr

So if the DB management knew of the overcharges, and accepted it due to being bribed, or extorted, with the continued shipping contracts for TK production, and then knowingly passed the costs onto the German government, there should be some DB managers that need to be prosecuted along side TK managers for conspiracy to defraud.

One thing that I don't see coming into the reporting regarding Schienenfreunde is the possible existence of similar activities by the group in other countries. Don't these companies have business in any other country besides Germany? If I were an EU Cartel Office investigator, I would at least be considering this question.

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