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02.07.2014

09:36 Uhr

Schäden durch Sturmtief

„Ela“ kostet Versicherer 650 Millionen Euro

Das Unwetter „Ela“ kommt die Versicherer teuer zu stehen. Nur ein Sturmtief war in den vergangenen 15 Jahren teurer. Besonders Sach- und Kfz-Versicherungen müssen für die Schäden bezahlen.

Heftige Schäden: Das Sturmtief „Ela“ wütete an Pfingsten und war für die Versicherungen besonders teuer. dpa

Heftige Schäden: Das Sturmtief „Ela“ wütete an Pfingsten und war für die Versicherungen besonders teuer.

DüsseldorfDas Pfingstunwetter „Ela“ hat einen Schaden von insgesamt 650 Millionen Euro an privaten Gebäuden und Kraftfahrzeugen angerichtet. „Ela ist für die Sachversicherer der zweitteuerste Sommersturm der vergangenen 15 Jahre“, sagte Bernhard Gause vom Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Nur das Sturmtief „Andreas“ habe Ende Juli 2013 mit 1,9 Milliarden Euro noch höhere private Sachschäden verursacht.

Laut GDV entfallen auf die Sachversicherer 250.000 Schäden an privaten Wohngebäuden und Unternehmen im Wert von insgesamt 400 Millionen Euro. Bei den Kfz-Versicherern wurden 100.000 Schäden in Höhe von rund 250 Millionen Euro gemeldet.

Sturmtief „Ela“

Tote und Verletzte

Allein in Nordrhein-Westfalen starben durch das Unwetter sechs Menschen. Mehr als 67 Personen wurden verletzt, davon mindestens elf schwer.

Kosten

Nach übereinstimmenden Angaben mehrerer Versicherer richtet der Sturm allein in Nordrhein-Westfalen Schäden in Höhe von rund 600 Millionen Euro an.

Schadensmeldungen

Bereits am Tag nach dem Unwetter in NRW wurden über 14.000 Schäden gemeldet.

Feuerwehr-Einsätze

Feuerwehr und Polizei beziffern die Zahl der Einsätze in NRW auf 17.000. Landesweit waren 14.000 Helfer der Feuerwehr, Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerks im Einsatz.

Verkehrschaos - Bahn - Bundesgebiet

Im gesamten Bundesgebiet sorgte „Ela“ für ein Verkehrschaos. Die Fernverkehrsstrecke Hamburg-Berlin musste tagelang gesperrt werden. Noch immer stecken 16 evakuierte Züge auf den Strecken fest.

Verkehrschaos - Bahn - NRW

Der Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen ist erheblich gestört. An den Bahnhöfen in Essen, Bochum, Duisburg und Dortmund fahren keine Zuge mehr.

Verkehrschaos - Straße

Motorsägen statt Verkehrslärm: Allein in der Landeshauptstadt Düsseldorf waren mehrere wichtige Verkehrsachsen blockiert. Die Störungen im Bahnverkehr sorgten für 350 Kilometer Stau auf den Autobahnen.

Bäume

Vielerorts bedeckten umgefallene Bäume Straßen und Wege. Schätzungen des NRW-Umweltministeriums zufolge entwurzelte das Unwetter mehr als 80.000 Bäume in dem Bundesland.

„Unwetterfrei“

In mehreren Ruhrgebietsstädten fiel als Folge der Unwetter die Schule aus. In Essen, Bochum, Castrop-Rauxel, Mülheim, Herne, Neuss, Recklinghausen und Gelsenkirchen blieben die Kinder zu Hause

„Ela“ hatte am 9. und 10. Juni vor allem in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen gewütet. In Düsseldorf, Essen, Köln und Krefeld starben sechs Menschen an den Folgen des Unwetters.

Die Stadt Düsseldorf beziffert ihre Schäden durch den Sturm auf mindestens 63,8 Millionen Euro. Dies geht nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Mittwoch) aus der Sturmbilanz der Stadt hervor, die am Donnerstag dem Rat vorgelegt werde.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Stefan Bieler

02.07.2014, 11:16 Uhr

Ich wohne in Sachsen Anhalt, welches verhältnismäßig verschont blieb. Jedoch rutschten, Tage nach dem Sturm, Dachziegel von meinem Dach-welches durch diese´n beschädigt wurde. Zum Glück blieben die an einem Dachfenster hängen und trafen keine Personen im Eingangsbereich. Fazit, teile des Daches und Dachfenstereinfassung schrott.
Kommentar meiner Allianz Gebäudeversicherung im Ort: Man wollte mich abwiegeln, hier bei uns ist doch nichts passiert... Was soll man dazu sagen!?

Herr Carsten Hermes

02.07.2014, 12:26 Uhr

Versicherung aufgrund des Schadens kündigen und vernünftige Versicherung suchen.

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