Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.10.2014

12:00 Uhr

Schätzung

100.000 Autos mit defektem Airbag unterwegs

Einer Schätzung zufolge fahren auf Deutschlands Straßen 100.000 Autos mit defekten Airbags. In der vergangenen Woche hatte bereits Audi weltweit 850.000 Autos wegen Airbag-Problemen zurückgerufen.

Ein Audi-Mitarbeiter baut einen Airbag ein. Laut einer Hochrechnung sind in Deutschland 100.000 Autos mit einem kaputten Airbag unterwegs. dpa

Ein Audi-Mitarbeiter baut einen Airbag ein. Laut einer Hochrechnung sind in Deutschland 100.000 Autos mit einem kaputten Airbag unterwegs.

DüsseldorfIn Deutschland sind einem Medienbericht zufolge schätzungsweise 100.000 Autos mit defektem Airbag unterwegs. Prüfern der Sachverständigenorganisation KÜS hätten bei 2,69 Millionen Hauptuntersuchungen im vergangenen Jahr an gut 15.000 Fahrzeugen Mängel im Airbag-Bereich festgestellt, berichtete die Zeitung „VDI Nachrichten“ am Freitag. Hochgerechnet auf alle 43,9 Millionen Pkw in Deutschland und unter Einbeziehung der Prüfintervalle bedeute dies, dass jährlich mindestens 100.000 Autos mit defekten Airbags auf deutschen Straßen unterwegs seien.

„Die Zahlen beweisen eindeutig, wie wichtig die Kontrolle der Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme ist“, sagte KÜS-Sprecher Hans-Georg Marmit der Wochenzeitung. Sie sei genauso wichtig wie die Überprüfung anderer Baugruppen, wie beispielsweise der Bremsanlage. Bei defekten Airbags besteht die Gefahr, dass sie sich entweder ungeplant öffnen oder bei einem Unfall nicht aufblasen.

Die größten Gewinner im deutschen Automarkt

Platz 10

Dacia - Plus 7,5 Prozent - 48.907 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die rumänische Billigtochter bleibt eine Erfolgsgeschichte für Renault und wächst in Europa weiterhin deutlich stärker als der Markt.

Quelle: Kraftfahrzeugbundesamt

Platz 9

Skoda - Plus 8,5 Prozent - 173.538 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Mittlerweile sind die Tschechen die erfolgreichste Importmarke in Deutschland. Neue Modelle wie der Fabia dürften den Absatz auch im kommenden Jahr ankurbeln.

Platz 8

Seat - Plus 11,7 Prozent - 91.192 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns fährt aus der Krise. Der neue Leon macht's möglich - und beschert ein sattes Absatzplus auf dem deutschen Markt.

Platz 7

Nissan - Plus 13,7 Prozent - 62.536 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Den Japanern ist zum Jahresende etwas die Puste ausgegangen. Insgesamt kann sich das Absatzplus im abgelaufenen Jahr aber sehen lassen. Neue Modelle wie der Pulsar sollen die Erfolgsgeschichte im kommenden Jahr wiederholen.

Platz 6

Mitsubishi - Plus 14,1 Prozent - 24.131 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Japaner haben mit dem Outlander PHEV einen der ersten SUVs mit Plug-in-Hybrid im Angebot. Insgesamt überzeugt die Modellpalette die Deutschen offenbar.

Platz 5

Volvo - Plus 16 Prozent - 31.919 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die Schweden sind zurück. Mit Modellen wie dem SUV XC90 blasen die Skandinavier wieder zum Angriff. Besonders zum Jahresende legte der Absatz deutlich zu.

Platz 4

Mazda - Plus 16,7 Prozent - 52.491 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Kennen Sie noch die uncoolen Mazdas aus den 90ern? Die Autokäufer in Deutschland kennen sie nicht. Eine runderneuerte Modellpalette bringt Mazda unter den Gewinnern der Zulassungsstatistik weit nach vorne.

Platz 3

Porsche - Plus 17,1 Prozent - 24.365 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen setzt seine Erfolgsgeschichte ungebrochen fort. Besonders zum Jahresende legt Porsche deutlich zu. Dabei dürften Verkaufsschlager wie der Macan auch weiterhin für Absatz sorgen.

Platz 2

Land Rover - Plus 18,1 Prozent - 14.679 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die noblen Briten können mit dem Evoque auch modern und klein. Das zahlt sich bei den Verkäufen aus. In Deutschland verkauft Land Rover fast doppelt so viele Autos wie Konkurrent Jeep.

Platz 1

Jeep - Plus 48,8 Prozent - 10.268 verkaufte Fahrzeuge im Jahr 2014

Die SUV-Marke aus dem Hause Fiat/Chrysler wächst in Deutschland stärker als alle Konkurrenten. Das dürfte Fiat-Chef Marchionne freuen, für dessen Premiumstrategie die Marke eine Schlüsselrolle spielt. Besteller ist der Grand Cherokee.

Dem Bericht zufolge konnten nur die KÜS-Prüfer Zahlen zu Airbag-Problemen vorlegen. TÜV und Dekra verwiesen demnach auf die Fahrzeugsystemdaten GmbH in Dresden, eine Gemeinschaftsgründung der deutschen Kfz-Prüforganisationen. Diese verfüge jedoch über keine konkreten Zahlen von Autos mit defekten elektronischen Systemen.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Autobauer Audi weltweit 850.000 Modelle seines A4 in die Werkstätten zurückgerufen und als Grund dafür Probleme mit den Airbags genannt. In Deutschland waren von dem Rückruf 150.000 Fahrzeuge betroffen.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×